ETF-Sparplan zu teuer? Muss nicht sein!

Möchtest Du langfristig mit geringen monatlichen Einzahlungen Vermögen aufbauen, eignet sich ein ETF-Sparplan. Glaubst Du, er ist zu teuer, dann solltest Du Dich über ETF-Sparpläne ohne Gebühren informieren. Die Kosten sind niedriger als bei Sparplänen auf Investmentfonds.

ETF-Sparplan zu teuer? Muss nicht sein!

Warum soll ein ETF-Sparplan zu teuer sein?

Gerade für die jüngere Generation oder für diejenigen, die nur über ein geringes monatliches Einkommen verfügen, ist ein ETF-Sparplan geeignet. Mit wenig Geld kannst Du langfristig Vermögen aufbauen. Solche Sparpläne kannst Du auch nutzen, wenn Dir Dein Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen zahlt.
Wie teuer ein Sparplan für einen ETF ist, hängt auch davon ab, wo Du ihn eröffnest. Bei den Filialbanken werden ETF-Sparpläne angeboten, auch für Vermögenswirksame Leistungen, doch sind die Kosten dafür deutlich höher als bei den Online-Brokern. Du brauchst für einen ETF-Sparplan ein Depot. Die Filialbanken erheben dafür eine Jahresgebühr. Sie unterscheidet sich je nach Bank. Bei den Online-Brokern bekommst Du ein Depot zumeist dauerhaft ohne Gebühren.

Da ein ETF im Gegensatz zu einem Investmentfonds nicht aktiv von einer Fondsgesellschaft gemanagt wird, ist ein ETF-Sparplan nicht so teuer wie ein Sparplan auf einen Investmentfonds. Der ETF wird von einem Emittenten aufgelegt und bildet einen Index nach. Du musst bei einem ETF auch keinen Ausgabeaufschlag zahlen, wie er bei den Investmentfonds erhoben wird.

Der ETF-Sparplan-Vergleich 2020: Welcher ist der Beste?
ETF-Sparplan-Vergleich 2020

Kosten & Gebühren für einen ETF-Sparplan

Entscheidest Du Dich für einen ETF-Sparplan, musst Du mit drei grundlegenden Arten von Kosten rechnen:

  • Depotgebühren, werden einmal jährlich erhoben und entfallen bei den meisten Online-Brokern
  • Gebühr für die Ausführung der Sparrate, kann prozentual auf die Sparrate oder als fester Geldbetrag erhoben werden, fällt bei jedem Sparintervall an
  • Gesamtkostenquote (Total Expense Ratio, TER), wird einmal jährlich vom Emittenten erhoben und ist abhängig vom gewählten ETF.

Die Gebühr für die Ausführung der Sparrate fällt in jedem Sparintervall an. Je größer Du das Sparintervall wählst, beispielsweise vierteljährlich oder halbjährlich, desto seltener zahlst Du diese Gebühr. Das sollte jedoch kein Entscheidungskriterium sein. Möchtest Du mit geringen Einzahlungen Vermögen aufbauen, ist ein monatliches Sparintervall zu empfehlen. Einige Online-Broker bieten im Rahmen von zeitlich begrenzten Aktionen ETFs ohne Gebühren an. Du zahlst dann keine Gebühr für die Ausführung der Sparrate. Ist der Aktionszeitraum abgelaufen, kann wieder eine Gebühr erhoben werden. Sie kann beispielsweise bei 1,5 Prozent oder bei 1,50 Euro pro Sparrate liegen. Der Sparplan-Vergleich informiert darüber, wie hoch diese Ausführungsgebühr bei den verschiedenen Online-Brokern ist.

Die Gesamtkostenquote fällt unabhängig davon an, ob der Online-Broker den gewählten ETF ohne Gebühren anbietet. Der Broker hat darauf keinen Einfluss.

Was ist die Gesamtkostenquote?

Um die Zahlung der Gesamtkostenquote musst Du Dich bei einem ETF-Sparplan nicht kümmern. Sie wird vom Emittenten des gewählten ETFs einbehalten. Abhängig vom ETF und vom Emittenten kann eine solche Gesamtkostenquote bei 0,05 bis 1,20 Prozent liegen. Mit diesen Gebühren ist ein ETF-Sparplan nicht zu teuer.
Die Gesamtkostenquote deckt die Kosten des Emittenten des jeweiligen ETFs ab. Sie beinhaltet

  • Verwaltungsgebühren des Emittenten, beispielsweise Kosten für Wirtschaftsprüfung, Revision und Portfolio-Management
  • Depotbankgebühren für die Bank, die das Depot zur Aufbewahrung der im ETF enthaltenen Wertpapiere des Emittenten führt
  • Lizenzgebühren für die Nachbildung des Indexes
  • Vertriebsgebühren für die Vermarktung und den Vertrieb des ETFs, beispielsweise für die Erstellung von Fondsunterlagen.

Hier sind Beispiele für ETFs mit einer außerordentlich niedrigen Gesamtkostenquote:

Invesco S&P 500 UCITS ETF, ISIN IE00B3YCGJ38, WKN A1CYW7
Dieser sparplanfähige ETF bildet den US-amerikanischen Aktienindex S&P 500 nach. Die Gesamtkostenquote liegt nur bei 0,05 Prozent. Mit 5,864 Milliarden Euro ist das Fondsvolumen beträchtlich. Die Replikation erfolgt synthetisch. Der Fonds ist thesaurierend. Bei einem ETF-Sparplan profitierst Du vom Zinseszins, da die Dividende immer wieder in Fondsvermögen angelegt wird. Mit einer Rendite von 6,51 Prozent hat sich dieser Fonds positiv entwickelt.

iShares MSCI EMU ESG Enhanced UCITS ETF EUR (Acc), ISIN IE00BHZPJ015, WKN A2PCB1
Legst Du bei einem ETF-Sparplan Wert auf Nachhaltigkeit und sollte der Sparplan nicht zu teuer sein, kannst Du in diesen nachhaltigen ETF investieren. Er bietet Zugang zu den größten Aktien aus Industrieländern der EU. Die gelisteten Unternehmen werden nach den Kriterien Umwelt, Soziales und Governance ausgewählt. Im Vordergrund stehen der Verzicht auf fossile Brennstoffe und die Reduktion der Treibhausemission. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,12 Prozent. Der Fonds hat ein Volumen von 5 Millionen Euro. Er wurde erst im April 2019 aufgelegt. Auch bei diesem ETF kannst Du bei einem Sparplan vom Zinseszins profitieren, da er thesaurierend ist. Zuletzt hat sich der ETF mit einer Rendite von -11,54 Prozent negativ entwickelt.

Kosten, die zusätzlich zur Gesamtkostenquote anfallen können

Die Gesamtkostenquote deckt noch nicht alle Kosten ab, die für den Emittenten anfallen. Trotzdem muss ein ETF-Sparplannicht zu teuer sein. Handelt es sich um einen synthetisch replizierenden Fonds, werden keine echten Aktien, die im nachgebildeten Index gelistet sind, erworben. Der Emittent geht ein Tauschgeschäft mit einer Bank ein. Für den Bezug der Index-Rendite werden Swap-Gebühren erhoben, die an den Anleger weitergegeben werden.
Auf Fondsebene können Transaktionsgebühren anfallen. Sie entstehen, wenn der Emittent das Portfolio des ETFs umschichtet. Sie beinhalten Broker-Gebühren und Spreads. Um diese Kosten musst Du Dich nicht kümmern. Das erledigt der Emittent. Auch wenn ein Online-Broker ETFs ohne Gebühren anbietet, werden solche Kosten vom Emittenten erhoben.

Die Wahl des geeigneten ETFs

Bevor Du in einen ETF-Sparplan investierst, musst Du den geeigneten ETF auswählen. Dabei solltest Du nicht nur auf eine niedrige Gesamtkostenquote achten. Wichtiger ist die langfristige Rendite-Entwicklung. Der ETF sollte mindestens schon fünf Jahre alt sein, damit eine gute Vergleichsmöglichkeit mit anderen ETFs besteht. Auch das Fondsvolumen ist ein wichtiges Kriterium. Es sollte mindestens bei 200 Millionen Euro liegen, da dann kaum die Gefahr besteht, dass der ETF aufgrund mangelnder Wirtschaftlichkeit liquidiert wird.
Weiterhin ist eine möglichst breite Risikostreuung wichtig, wie sie beispielsweise beim S&P 500 mit Aktien der 500 größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen oder beim MSCI World als Weltaktienindex mit mehr als 1.600 Aktien aus 23 Ländern gewährleistet ist. Unser kostenloser Sparplanrechner kann hierbei eine große Hilfe sein.

Ein Beispiel für den MSCI World:

HSBC MSCI World UCITS ETF USD, ISIN IE00B4X9L533, WKN A1C9KK
Der sparplanfähige Fonds hat ein Volumen von 1,247 Milliarden Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,15 Prozent. Der Fonds ist ausschüttend. Die Auszahlung der Dividende erfolgt quartalsweise. Mit einer Rendite von 1,34 Prozent hat sich der Fonds positiv entwickelt.

Mit dem Sparplan-Vergleich den günstigsten Online-Broker finden

Hast Du Dich für einen ETF entschieden, kannst Du den Sparplan-Vergleich nutzen, damit Dein ETF-Sparplan nicht zu teuerwird. Der Sparplan-Vergleich informiert über die verschiedenen Broker, die diesen ETF anbieten, und deren Kosten. Du erfährst mehr über

  • Depotgebühr
  • Ausführungsgebühr
  • Mindestsparrate.

Der Vergleich zeigt Dir auch, ob im Rahmen einer Aktion ETFs ohne Gebühren angeboten werden. Die Mindestsparrate liegt bei einigen Online-Brokern bei nur 25 Euro. Hast Du über den Sparplan-Vergleich einen Broker gefunden, kannst Du dort Dein Depot eröffnen.

Der große Depot-Vergleich für ETF-Sparer
Auch in diesem Jahr können ETF-Sparer wieder viel Geld sparen bei den Transaktionskosten durch unseren Depotvergleich.

Fazit: Mit dem richtigen Broker ist der ETF-Sparplan nicht zu teuer

Ein ETF-Sparplan ist günstiger als ein Sparplan auf einen aktiv gemanagten Fonds. Du musst bei einem Online-Broker zumeist keine Depotgebühr zahlen. Die Ausführungsgebühr ist oft nur niedrig. Im Rahmen von Aktionen werden ETFs ohne Gebührenangeboten. Daher ist ein ETF-Sparplan nicht zu teuer. Möchtest Du Kosten sparen, solltest Du den Sparplan-Vergleich nutzen. Er gewährt Dir einen Überblick über die Depotgebühren und die Ausführungsgebühren. Zusätzlich fällt eine jährliche Gesamtkostenquote an, die abhängig vom ETF ist und vom Emittenten erhoben wird. Der Broker hat keinen Einfluss darauf.

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