Bausparen oder ETF-Sparplan? Was ist besser?

Bausparen oder ETF-Sparplan?  Was ist besser?

Bei der Vorsorge für die Zukunft gewinnen alternative Geldanlagen immer mehr an Bedeutung. Bausparen ist eine klassische Form der Geldanlage, doch werden für Bausparverträge nur geringe Zinsen gewährt. Ein ETF als börsengehandelter Fonds verspricht eine gute Rendite. Für den langfristigen Vermögensaufbau ist ein ETF-Sparplan geeignet.

Ist Bausparen noch zeitgemäß?

Möchten Sie sich den Traum vom eigenen Heim erfüllen, benötigen Sie Eigenkapital. Das vorhandene Eigenkapital reicht in den wenigsten Fällen für den Bau eines Hauses aus. Sie brauchen daher einen Kredit. Eigenkapital benötigen Sie auch für unvorhergesehene Ausgaben und als Sicherheit. Ein Bausparvertrag kann Ihnen zusätzlichen finanziellen Spielraum gewähren. Sie besparen den Bausparvertrag z. B bei Schwäbisch Hall über mehrere Jahre. Ist die vereinbarte Bausparsumme zur Hälfte angespart, können Sie für die andere Hälfte ein zinsgünstiges Darlehen in Anspruch nehmen.

Die Zinsen, die für Bausparverträge gewährt werden, sind nur gering. Bausparen können Sie auch, wenn Sie nicht bauen möchten. Sie erhalten dann den Bausparvertrag ausgezahlt, wenn die Bausparsumme zur Hälfte erreicht ist.
Aufgrund der geringen Zinsen eignet sich Bausparen nur noch, wenn Sie ein Haus bauen oder modernisieren möchten und wenn die Zinsen für das Bauspardarlehen niedriger sind als für Baukredite von den Banken.

4 ETF-Strategien nach Gerd Kommer
Um erfolgreich in ETFs zu investieren, kommt es auf eine gute Strategie an. Die ETF-Strategie nach Gerd Kommer 2020 kann dabei helfen. Sie nennt sich Weltportfolio und besteht aus einem risikoarmen Teil mit einem Anleihen-ETF und einem risikobehafteten Teil mit einem Aktien-ETF.

Bausparen mit Vermögenswirksamen Leistungen

Ein Bausparvertrag ist auch als Geldanlage geeignet, wenn Ihnen Ihr Arbeitgeber Vermögenswirksame Leistungen zahlt. Der Höchstbetrag, den Ihr Arbeitgeber monatlich zahlen kann, liegt bei 40 Euro. Das sind im Jahr 480 Euro, die Sie maximal vom Arbeitgeber bekommen können. Vermögenswirksame Leistungen sind eine freiwillige Leistung des Arbeitgebers. Zahlt Ihnen Ihr Arbeitgeber weniger, können Sie den monatlichen Sparbetrag privat aufstocken. Unterschreitet Ihr jährliches Einkommen die Grenze von 20.000 Euro, können Sie in den Genuss einer Arbeitnehmersparzulage kommen. Sind Sie verheiratet, können Sie gemeinsam mit Ihrem Ehepartner bis zu 40.000 Euro jährlich verdienen, um die Arbeitnehmersparzulage zu erhalten.

Für Vermögenswirksame Leistungen stehen verschiedene Anlagemöglichkeiten zur Auswahl. Neben einem Bausparvertrag ist auch ein Sparplan geeignet. Banksparpläne werden kaum noch angeboten. Auch der ETF-Sparplan kann für Vermögenswirksame Leistungen gewählt werden.

Entscheiden Sie sich für Bausparen, um Ihre Vermögenswirksamen Leistungen anzulegen, erhalten Sie anders als bei anderen Anlageformen zusätzlich zur Arbeitnehmersparzulage eine Wohnungsbauprämie. Voraussetzung dafür ist, dass Ihr jährliches Einkommen nicht höher als 25.600 Euro ist. Bei Ehepaaren, die gemeinsam veranlagt werden, darf das jährliche Einkommen bis zu 51.200 Euro betragen.

Ein Vertrag über Vermögenswirksame Leistungen wird sechs Jahre lang bespart. Im siebten Jahr ruht er. Nach dem siebten Jahr erfolgt die Auszahlung.
Möchten Sie einen Bausparvertrag lediglich für Ihre Vermögenswirksamen Leistungen nutzen, reicht eine niedrige Bausparsumme aus, beispielsweise 20.000 Euro.

Wann lohnt sich Bausparen noch?

Bausparen können Sie beim Hausbau als eine zusätzliche Säule der Finanzierung neben Eigenkapital und einem Baukredit nutzen. Sie sollten die Konditionen von verschiedenen Anbietern vergleichen. Die Zinsen für Bausparverträge sind abhängig von der marktüblichen Zinssituation, die sich am Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) orientiert. Angesichts der Nullzinspolitik der EZB sind die Zinsen für Bausparverträge außerordentlich gering. Schließen Sie einen Bausparvertrag ab, müssen Sie eine Abschlussgebühr zahlen, die abhängig von der Bausparkasse bei 1,0 bis 1,6 Prozent der Bausparsumme liegt. Einige Bausparkassen gewähren einen Zinsbonus, wenn Sie auf das Bauspardarlehen verzichten.

Bausparen kann sinnvoll sein, wenn Sie einen Riester-Vertrag in Form von Wohnriester abschließen möchten. Förderfähig ist ein Betrag von 4 Prozent Ihres Jahresbruttoeinkommens, maximal jedoch 2.100 Euro. Sie können eine jährliche Riester-Sparzulage von 175 Euro erhalten. Haben Sie minderjährige Kinder, können Sie für jedes Kind, das vor 2008 geboren ist, eine jährliche Förderung von 185 Euro und für jedes Kind, das ab 2008 geboren ist, eine jährliche Förderung von 300 Euro erhalten. Die Aufwendungen für den Riester-Bausparvertrag können Sie zusammen mit der staatlichen Förderung als Sonderaufwendungen steuerlich absetzen.

Bausparen kann sich in einigen Fällen lohnen:

  • wenn Sie das Bauspardarlehen in Anspruch nehmen möchten
  • wenn Sie einen Bausparvertrag für Vermögenswirksame Leistungen abschließen
  • wenn Sie Wohnriester nutzen und die Wohnungsbauprämie erhalten.
    Bausparen eignet sich vorrangig für Arbeitnehmer mit einem geringen bis mittleren Einkommen, da sie in den Genuss der Arbeitnehmersparzulage und der Wohnungsbauprämie kommen können.

ETF - deutlich renditeträchtiger als Bausparen

Ein ETF ist ein börsengehandelter Fonds, der einen Index und dessen Wertentwicklung abbildet, beispielsweise den DAX, den S&P 500 oder den MSCI World. Da ein ETF anders als ein Investmentfonds nicht aktiv gemanagt wird, sind die Kosten für einen ETF deutlich geringer. Für einen ETF fallen verschiedene Kosten an:

  • Gesamtkostenquote, die einmal jährlich vom Emittenten erhoben wird und bei 0,08 bis 1,30 Prozent liegen kann
  • Handelsplatzgebühr für die Börse
  • Ordergebühr, die sich je nach Online-Broker unterscheidet.

Sie benötigen für den ETF ein Depot. Bei den Online-Brokern werden die Depots zumeist gebührenfrei angeboten.
Sie sollten die Order-Gebühren bei den verschiedenen Brokern vergleichen, bevor Sie in einen ETF investieren. Viele Broker bieten kostenlose ETFs an. Die Handelsplatzgebühr und die Gesamtkostenquote sind unabhängig davon zu zahlen.

Ein ETF verspricht eine gute Rendite. Sie lag in der Vergangenheit im Schnitt bei 6 Prozent im Jahr. Das ist deutlich mehr als beim Bausparen. Allerdings kann es passieren, dass der zugrunde liegende Index in den Keller rutscht. Das kann zu Verlusten beim ETF führen.

Einen ETF können Sie mit einer Einmalzahlung erwerben. Sie können jedoch auch einen Sparplan auf einen ETF abschließen.

ETF-Sparplan - eine moderne und attraktive Geldanlage

Ein ETF-Sparplan ist eine gute Alternative zu einem Bausparvertrag. Verschiedene ETFs sind sparplanfähig. Ein Sparplan eignet sich auch für Anleger mit einem geringen monatlichen Einkommen und kann auch für Vermögenswirksame Leistungen gewählt werden. Bei einigen Online-Brokern sind bereits Sparraten ab 25 Euro möglich. Der Sparplan kann monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich bespart werden. Er bietet ein hohes Maß an Flexibilität, da er jederzeit kündbar ist. Bei einem finanziellen Engpass können Sie die Sparraten aussetzen. Sie können auch die Sparraten und die Sparintervalle verändern, wenn die Mindestsparrate nicht unterschritten wird.

ETF-Sparplan-Vergleich 2020: Welcher Anbieter ist der Beste?
ETF-Sparplan-Vergleich 2020

Entwickelt sich der gewählte ETF nicht wie erwartet, können Sie den ETF zumeist nicht so einfach wechseln. Sie müssen dann den Sparplan kündigen und einen neuen Sparplan auf einen anderen ETF eröffnen.
Ein ETF-Sparplan ist deutlich flexibler als Bausparen und ist für einen langfristigen Vermögensaufbau geeignet.

Was Sie bei der Wahl eines ETFs beachten sollten

ETFs werden inzwischen auf verschiedene Indizes und auch zu verschiedenen Sektoren oder Branchen wie Energie, Rohöl oder Nachhaltigkeit angeboten. Sie sind von verschiedenen Emittenten wie iShares, Amundi, Lyxor oder Xtrackers verfügbar. Möchten Sie einen Anteil von einem ETF mit einer Einmalzahlung erwerben oder in einen Sparplan einzahlen, können Sie zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds wählen. Bei einem ausschüttenden Fonds wird Ihnen die Dividende ausgezahlt. Bei einigen ETFs kann die Auszahlung bis zu viermal jährlich erfolgen. Bei einem thesaurierenden Fonds wird die Dividende immer wieder in Fondsvermögen angelegt. Sie profitieren vom Zinseszins.
Weiterhin sollten Sie bei der Wahl des ETFs auf ein möglichst hohes Fondsvolumen, auf eine hohe jährliche Rendite und auf eine geringe Gesamtkostenquote achten. Damit eine gute Vergleichsmöglichkeit besteht, sollte der Fonds mindestens fünf Jahre alt sein.

Fazit: ETF-Sparplan ist vorteilhafter als Bausparen

Für das Bausparen sind die Zinsen nur äußerst gering. Bausparen eignet sich, wenn Sie einen Bausparkredit in Anspruch nehmen möchten, Vermögenswirksame Leistungen von Ihrem Arbeitgeber erhalten oder sich für Wohnriester entscheiden. Ein ETF verspricht eine deutlich bessere Rendite. Auch ein ETF-Sparplan ist für Vermögenswirksame Leistungen geeignet. Er kann schon mit niedrigen Sparraten bespart werden und bietet ein hohes Maß an Flexibilität. ETFs können Sie auf verschiedene Indizes und von verschiedenen Emittenten wählen.

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