Welche Nachteile ETFs haben können

Welche Nachteile ETFs haben können

Beim Lesen über Exchange Traded Funds (ETFs) kann es schwierig sein die damit verbundenen Nachteile zu erkennen. Denn alle Artikel die im Netz oder in Börsenzeitschriften erscheinen, scheinen sich lediglich auf die Vorteile von ETFs zu beziehen. Doch jedes Investment hat eine Kehrseite. Denn es gibt schlicht kein perfektes Anlageprodukt an der Börse. Damit Du verstehen kannst worin Du bei ETFs überhaupt investiert, werfen wir einen Blick auf das Gute und das Schlechte bei passiven Indexfonds. Dann kannst Du besser entscheiden welches Investment das Richtige ist.

Die Gebühren

Einer der großen Vorteile von ETFs sind die niedrigen Gebühren die sie mit sich bringen. ETFs berechnen nur einen Bruchteil dessen, was ein aktiver Investmentfonds kostet. Außerdem haben ETFs keine versteckten Kosten, denn sie sind relativ transparent. Das gesamte Geld wird abzüglich der Transaktionskosten der Bank bzw. des Brokers investiert. Bei welchem Depot die Gebühren am geringsten sind, kannst du hier nachschauen.

Die Orderprovision oder Transaktionskosten können sich ziemlich aufsummieren, wenn man sie bei einem Sparplan jeden Monat bezahlen muss. Allerdings sind sie zu vernachlässigen, wenn man eine Haltedauer von einigen Jahren plant. Die Kosten fallen nämlich nur einmal bei Kauf und Verkauf der Indexfonds an. Ggfs. fällt sich noch weitere Male an, wenn man ausgeschüttete Dividenden reinvestieren möchte. Die Reinvestment-Kosten sind jedoch abhängig vom Depot und ob der ETFs Dividenden überhaupt ausschüttet. Die erwirtschafte Rendite durch Kurswachstum und Dividenden liegt hoffentlich dennoch um ein Vielfaches höher als die Transaktionskosten. Viele Broker bieten außerdem Sonderkonditionen für einige ETF-Anbieter an. Hierdurch können Anleger ebenfalls Geld sparen.

Faktor Mensch

Da ETFs wie Aktien gehandelt werden, können ETFs erweiterte Strategien wie Optionen, Leerverkäufe und Stop-Loss-Orders hinzufügt werden.

Je nach Erfahrungsstufe kann dies ein Vorteil oder Nachteil sein. Wenn man nicht in diesen Strategien erfahren ist kann man sehr schnell Geld verlieren. Wenn man hingegen in einen Investmentfonds investiert, gibt es all diese Option schlicht nicht. So existiert diese zusätzliche Risiko auch nicht. Andererseits kann man seine Rendite erhöhen, wenn man diese Techniken beherrscht. Zum Beispiel könnte man mit Hebelprodukten zusätzliche Einnahmen zu erzielen, wenn der Markt in die richtige Richtung steigt oder fällt. Mit Stop-Loss-Orders bekommt man mehr Kontrolle über die Positionen in seinem Portfolio und kann eventuelle Schäden durch heftige Kursverluste begrenzen. Solche Optimierungen bedürfen aber ein besonderes Gespür für den Markt um zu wissen auf welche Kursmarken man Stop-Loss-Orders setzen sollte.

Nischeninvestments

ETFs machen es einfach in einen Sektor, ein Land oder in eine Nischen-Strategie zu investieren. Das ist großartig, weil man so schnell diversifizieren kann aber auch von starken Kursbewegungen in kleineren Märkten profitieren kann.

Allerdings hat es einige Nachteile. Viele dieser Nischenfonds sind sehr klein. Dies kann zu Liquiditätsengpässen beim Verkauf führen. Wenn der Geld/Brief Spread groß ist oder die Höhe der Vermögenswerte im ETF gering ist, sollte man sehr vorsichtig mit den Liquiditätsrisiken umgehen. Ansonsten kann man auch hier sehr schnell Geld zum Fenster rauswerfen.

Ein weiterer Nachteil kann sein, dass man das Gesamtrisiko des Portfolios erhöht, wenn man Nischen-ETFs übergewichtet.

Weitere Nachteile von ETFs

Die Stabilität des ETF-Unternehmens kann einen großen Anteil am Erfolg der passiven Indexfonds haben. Erstaunlicherweise ist es ziemlich einfach eine ETF zu gründen. Man findet deshalb auch einige kleinere Unternehmen, die ETFs anbieten. Das ist zwar großartig für den Wettbewerb und der Investitionsvielfalt, es kann aber während der gesamten Lebensdauer von ETFs Probleme verursachen. Wenn der ETF nicht sofort durchstartet, kann der Betrieb wieder eingestellt werden weil er nicht genug Kapital eingesammelt hat. Größere Unternehmen sind in der Lage, die Kosten der ETF zu übernehmen während sie wachsen. Wenn ein ETF nur wenig Kapital in der Anfangszeit aufweist, stellen größere Anbieter sicher dass die Fonds unterstützt werden.

Vorteile von ETFs

Im Gegensatz zu Investmentfonds braucht man nicht eine große Summe Geld um zu beginnen. Wenn man genug Geld hat um einen Anteil zu kaufen und die Provisionsgebühren zu decken, kann man noch heute damit starten einen ETF zu kaufen.

Aufgrund der Struktur eines ETFs müssen diese Fonds keine große Menge an Bargeld bereit halten, um Rückkäufe von anderen Investoren abwicklen zu können. So wird das Geld die ganze Zeit voll investiert wodurch der Bargeldbestand klein ist und die Performance nicht verwässert wird durch “totes Kapital”.

ETFs sind wegen ihrer Vielseitigkeit, Transparenz und Kosteneffizient sehr beliebt. Aber das bedeutet nicht, dass sie immer die richtige Wahl sind und dass sie alle gleichermaßen gut sind. Anleger sollten sich also stets vergewissern, dass Sie sich der Vor- und Nachteile bewusst sind bevor Sie investieren.

Literatur-Tipp

Ganz normale Sparer haben kaum noch Möglichkeiten, ihren Spargroschen zu vermehren. Es sei denn, sie investieren in Indexfonds und ETFs, den neuen Trend für smarte Anleger!

Alle Angaben ohne Gewähr. ETFs sind eine risikobehaftete Kapitalanlage.

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