Welche Kosten und Gebühren entstehen bei ETFs?

Welche Kosten und Gebühren entstehen bei ETFs?

Eines der größten Verkaufsargumente für ETFs ist, dass sie meist ziemlich billig sind, aber das bedeutet nicht, dass Sie die Kosten nicht berücksichtigen sollten, wenn Sie ETFs für Ihre Portfolios auswählen. Scheinbar kleine Kostenunterschiede können sich überraschend stark auf die langfristigen Renditen auswirken - dank Zinseszinsen.

Kosten des Anbieters

Das offensichtlichste Element der Kosten sind die Gebühren, die vom ETF-Anbieter erhoben werden - Unternehmen wie iShares, Vanguard und WisdomTree. Es gibt mehrere verschiedene Messungen dieser Kosten, darunter die Ongoing Charges Figure (OCF), Total Expense Ratio (TER) und die Annual Management Charge (AMC). Die Definition jeder Maßnahme ist etwas anders und das OCF ist am umfassendsten, so dass es wahrscheinlich die beste ist, auf die man sich konzentrieren kann.

Wenn Sie jedoch nur die TER für einen bestimmten ETF finden können, dann verwenden Sie die TER-Zahl. Stellen Sie einfach sicher, dass Sie auch TERs verwenden, wenn Sie diesen ETF mit anderen vergleichen.

Die billigsten ETFs in Europa haben aktuell ein OCF von nur 0,04%, was erstaunlich günstig ist. Das bedeutet, dass Sie nur 40p pro Jahr an den Anbieter zahlen werden, wenn Sie eine Investition in Höhe von ¬£1000 haben. Wenn Sie beispielsweise ETF A mit einem OCF von 0,04% und ETF B mit einem OCF von 0,07% vergleichen, brauchen Sie sich keine Sorgen um die Kostendifferenz zwischen den beiden zu machen, sie sind beide supergünstig.

Vergleicht man jedoch den zuvor erwähnten ETF A (0,04%) mit einem wesentlich teureren ETF C (0,64%), so werden die Kosten immer wichtiger. Mit dem ETF A würden Sie über einen Zeitraum von 20 Jahren 10,90 Euro an Gesamtkosten zahlen, während Sie mit dem ETF C insgesamt 130,33 Euro zahlen würden. Dies setzt natürlich voraus, dass der Wert des ETF über 20 Jahre unverändert bleibt, was äußerst unwahrscheinlich ist. Aber du verstehst schon.

Die ETFs mit den niedrigsten Gebühren sind in der Regel die "Plain Vanilla", die einen bekannten Index wie FTSE 100 oder S&P 500 abbilden. Wenn der ETF einen esoterischeren Index verfolgt, sagen wir die peruanische Börse, dann erwarten Sie eine höhere Gebühr.

Sie würden auch erwarten, dass Sie mehr für einen "Smart Beta"-ETF bezahlen. Dies sind ETFs, die sich auf verschiedene Anlagestrategien wie Wert oder geringe Volatilität konzentrieren.

Handelskosten

Wenn Sie einen ETF kaufen oder verkaufen, müssen Sie eine Handelsgebühr an Ihren Broker oder Fonds-Supermarkt zahlen. Diese Gebühren hängen davon ab, welchen Broker Sie verwenden. Der beste Weg, die Handelskosten zu minimieren, ist, so wenig wie möglich zu handeln. In einer idealen Welt kaufen Sie Aktien eines schönen, billigen ETFs, er wird gut für Sie funktionieren und Sie werden keine Notwendigkeit sehen, den ETF für 20 oder 30 Jahre zu verkaufen.

Spreads

Im Idealfall sollte die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis für einen ETF so gering wie möglich sein. Wenn es einen großen Unterschied gibt, werden Sie einen Treffer erleiden, wenn Sie Ihre Investition verkaufen wollen.

In der Regel sind die Spreads für größere ETFs tendenziell enger als für kleinere ETFs. Die Liquidität beeinflusst auch die Höhe des Spreads. Wenn an den meisten Tagen eine ziemlich große Anzahl von Aktien des ETF gehandelt wird, erleichtert dies Käufern und Verkäufern die Durchsetzung ziemlich großer Trades und der Spread kann sehr eng sein.

Wenn Sie herausfinden möchten, was der Spread für einen ETF ist, ist der TrackInsight ETF hilfreich.

Tracking-Differenz

Sie können die Verfolgung von Unterschieden auch als Kosten betrachten. Die Tracking-Differenz misst den Unterschied zwischen der Performance eines ETF und der Performance des Index, den der ETF verfolgt. Einer der Faktoren, die die Tracking-Differenz beeinflussen, sind die Kosten.

Allerdings wird das Tracking von Unterschieden auch durch andere Faktoren, wie z.B. die Konstruktion des ETF, beeinflusst. Investiert der ETF beispielsweise in alle Aktien des zugrunde liegenden Index? Oder ist es auf synthetischer Basis unter Verwendung von Optionen und anderen Derivaten aufgebaut?

Wenn die Tracking-Differenz eines ETFs groß ist, könnten Sie das als Kosten betrachten, weil Sie weiter von dem Index entfernt sind, dem Sie folgen möchten - das sind die Kosten des ETF.

Fazit

ETFs mögen günstiger sein als andere Finanz- und Versicherungsprodukte. Dennoch sollten Anleger sich vorher über die Kosten und Gebühren bei Kauf und Verkauf eines ETFs informieren und was die Nutzung des Depots kostet (z. B. Depotführungsgebühr). Wer beim Depot Geld sparen möchte, kann gerne in unserem Depotvergleich schauen.

Weiterlesen:

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