Was sind Smart-Beta-ETFs?

Was sind Smart-Beta-ETFs?

Die Anfänge

Die Finanzmärkte entwickeln sich mit der Zeit weiter und börsengehandelte Produkte werden immer komplexer und ausgefeilter. Erst vor wenigen Jahren hat man Einzelaktien zusammengetan um sie Investoren als kostengünstige und transparente Fonds anbieten zu können. Die ETFs waren geboren. Als ETFs neu waren galten sie als zu kompliziert und wurden skeptisch betrachtet. Heute hat man sie verstanden und schätzt ihre Vorteile. ETFs sind aus keinem Depot mehr wegzudenken.

Smart soll es sein

Um als Investor einen Vorteil gegenüber anderen Investoren zu haben und den Markt zu schlagen, braucht es neue Strategien. Hier kommen die sog. Smart Beta ETFs ins Spiel. Es ist der am schnellsten wachsende Bereich in der ETF-Branche.

Während ein herkömmlicher ETF die Aktien eines bestimmten Indizes in der jeweiligen Gewichtung abbildet, sollen Smart Betas computergesteuert eine ganz bestimmte Strategie verfolgen und regelmäßig die Fond-Zusammensetzung überprüfen. Die Algorithmen für eine Fonds-Zusammensetzung sind vielfältig und immer kreativer. Als Grundlage dient wie bei einem herkömmlichen ETF ein Marktindex. Dieser wird nun etwas abgewandelt und nur diejenigen Bestandteile gekauft, die den Kriterien des Smart-Beta-Fonds entsprechen. Diese Kriterien nennt man auch Faktoren (engl. Factor).

Einige Smart Beta ETFs verfolgen eine Strategie zur Steigerung der Rendite. Ein Beispiel hierfür ist ein dividendenorientierter ETF, der seine Bestände durch ein Screening auf Dividendenhöhe oder Dividendenwachstum gewichtet. Andere Smart Beta ETFs konzentrieren sich auf die Risikoverminderung. Beispiele hierfür sind ETFs mit niedriger Volatilität und hoher Beta-Strategie.

Andere ETFs passen weder in die Lager für eine verbesserte Rendite noch zur Risikokontrolle. Dazu gehören ETFs, die Rohstoff-Benchmarks verfolgen oder auf Multi-Asset-Strategien basieren.

Viele dieser ETFs sind relativ neu und entstanden seit dem Tiefpunkt der letzten Finanzkrise. Viele wurden auf Basis von Daten ohne Performance-Daten entwickelt, die auf tatsächlichen Börsenrenditen basieren.

Diese Rekonfigurationen traditioneller Indizes scheinen es den Emittenten zu ermöglichen, höhere Kostenquoten in Rechnung zu stellen als bei einem mit Marktkapitalisierung gewichteten ETF.

Einige der bekannten Warnungen von Smart Beta ETFs schließen die Tatsache ein, dass die meisten Ergebnisse der verschiedenen Smart Beta Strategien rückwirkend getestet wurden. Ob diese Strategien wirklich funktionieren und Profit abwerfen, ist bis heute noch nicht wirklich erwiesen. Zusätzlich können die Handelskosten für die Wiederherstellung des Gleichgewichts zu diesen modifizierten Indizes teurer werden als gedacht. Die Handelskosten können die simulierten Ergebnisse deutlich reduzieren und den Wert der Strategie für die Investoren mindern.

Zum Beispiel ist eine Strategie den S&P500 vollständig abzubilden, aber stark schwankende bzw. sehr volatile Aktien geringer zu gewichten oder gleich ganz wegzulassen um den Fond zu Zeiten fallender Aktienmärkte in ruhigeres Fahrgewässer zu bringen. Das schont nicht nur die Nerven der Investoren sondern auch den Geldbeutel des Anlegers. Der SPDR S&P 500 Low Volatility UCITS ETF verfolgt diesen Ansatz. In diesen ETF werden nur Aktien aufgenommen, die in den letzten 12 Monaten die niedrigste die Volatilität hatten. Mehrmals im Jahr wird der ETF-Bestand überprüft und ggfs. angepasst. Weitere Smart-Beta-Strategien könnten z. B. auf Bilanzkennzahlen, der Dividende oder der Marktkapitalisierung von Unternehmen aufbauen. Alleine der Marktführer iShares bietet über 45 Smart Beta ETFs an.

Arten von Smart Beta

Smart Beta ETFs kategorisieren sich aktuell wie folgt:

  • Minimum Volatility (Geringere Volarität)
  • Single Factor
  • Multi Factor
  • Equal Weight (Gleichgewichtung)
  • Dividend Weighted (Gewichtung nach Dividendenausschüttungen)
  • Fixed Income (Anleihen/Bonds)

Gebühren

Neben den Transaktionskosten fallen bei den Smart Beta ETFs in der Regel höhere jährliche Gebühren an als bei herkömmlichen ETFs. Diese Kosten sind für Anleger dennoch geringer als bei aktiv gemanagten Fonds, weil die Strategie des Fonds nur einmal eingebaut werden muss und dann z. B. vollautomatisch von einem Computer ausgeführt und überprüft werden kann. Das spart den beteiligten Parteien Geld.

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