Sind Berkshire-Hathaway-Aktien die besseren ETFs?

Sind Berkshire-Hathaway-Aktien die besseren ETFs?

Steuerreform benachteiligt ETFs

Seit dem 1. Januar 2018 gelten neue Steuergesetze in Deutschland. Diese sehen vor, dass thesaurierende ETFs - also Indexfonds die Dividenden einbehalten - ihre Gewinne besteuern. Vor der Reform musste man als Anleger erst dann Steuern an das Finanzamt abtreten, wenn man den Fonds verkauft hat. Somit konnte man in der Zeit, in der man nicht verkauft hat, vom Zinseszins profitieren und die Gewinne maximieren. Viele Fondsanbieter haben mittlerweile auf die neue Ausgangslage reagiert und thesaurierende Fonds auf ausschüttende Fonds umgestellt oder sie komplett eingestellt. Wenn die Dividendeneinbehaltung für Anleger keine steuerlichen Vorteile mehr bieten, kann man über die Ausschüttungen auf diese Weise nun wenigstens selbst entscheiden ob sie wieder angelegt werden sollen oder nicht.

Ein Fonds getarnt als Aktie

Warren Buffett ist keine Frage eine Finanzlegende, an der niemand vorbeikommen kann der sich einmal mit Aktien oder gar Vermögensverwaltung und Portfolios beschäftigt hat. Der zigfache Milliardär schafft es seit Jahrzehnten mit seinen klugen Firmenbeteiligungen die restlichen Aktienmärkte zu schlagen. Nicht nur seine Renditen sprechen für sich. Auch sein “Imperium” Berkshire Hathaway wächst nach so vielen Jahren immer noch rasant. Die Firma ist im Prinzip nichts anderes als ein Fonds, genauer gesagt ein Mischkonzern der in unterschiedliche Geschäftsbereiche investiert. Diese Firmenstruktur wird auch Konglomerat (umgangssprachlich: Beteiligungsgesellschaften) genannt. Sie sammelt Gelder ein und investiert diese in andere Aktien. Steigen diese Aktien, steigt auch ihr eigener Marktwert. Mittlerweise weist sie eine Marktkapitalisierung von knapp unfassbaren 500 Milliarden USD auf, bei einem Gewinn von 11,5 Milliarden USD.

Wer an den Erfolgen von *Warren Buffett teilhaben möchte, der kauft entweder Aktien von Berkshire Hathaway (ISIN US0846707026) oder investiert in Fonds (teilweise auch ETFs), die die Unternehmensbeteiligungen von Starinvestoren nachbilden. Großinvestoren sind in den USA verpflichtet, regelmäßig ihre Transaktionen zu veröffentlichen. Aufgrundlage dieser Informationen versuchen die Fondsbetreiber dann an den Erfolgen teilzuhaben und investieren in diese Aktien. Zwischen dem Einstiegszeitpunkt eines Investors wie Carl Icahn oder Buffett liegen u. U. aber Wochen oder gar Monate bis zur Veröffentlichung. D. h. es ist fraglich, ob dieses Vorgehen auf Dauer gut funktionieren kann. Weiterhin lassen sich diese Fonds teilweise fürstlich bezahlen für dieses Promiinvestorstalking. Die Total Expense Ration (TER) ist also oftmals deutlich höher als bei jenen, die einfach nur Indizes wie S&P500 oder den DAX abbilden.

Perfomance: Berkshire Hathaway vs. Vanguard S&P 500 ETF

Vergleicht man die reine Kursentwicklung der letzten 5 Jahre von Berkshire Hathaway (B-Aktie) mit einem populären S&P-500-ETF, dann sieht man auf den ersten Blick den Outperform der Aktie:

(Quelle: *Consorsbank.de, Stand 07.01.2019)

Fairerweise muss man aber zugeben dass sich Berkshire deutlich volatiler bewegt hat im Chart. Wer also ruhiger schlafen möchte, wäre mit dem ETF besser unterwegs gewesen. Davon mal abgesehen ist keinenfalls gesagt, dass sich die historische Entwicklung in der Zukunft wiederholt.

Fakten über Berkshire Hathaway

  • Wer ein passives Einkommen sucht, der muss an dieser Stelle enttäuscht werden. Traditionell zahlt Berkshire keine Dividenden an seine Aktionäre aus. Buffett begründet das damit, dass er das Geld besser anlegen könne als ein durchschnittlicher Anleger. Und da könnte er recht haben.
  • Buffett wurde im Jahr 1930 geboren und ist damit nicht mehr der Jüngste. Es ist fraglich was mit der Aktie passieren wird wenn er versterben wird. Es könnte zu Panikverkäufen kommen. Viele befürchten dass das Unternehmen ohne ihn nicht mehr in der Lage sei derart gute Investments zu tätigen. Er selber sieht das allerdings recht positiv. In einem Interview erzählte er dass der Kurs nach seinem Tod steigen müsse, denn dann könnten seine Nachfolger endlich besser investieren, weil er angeblich aus Skepis einige gute Deals abgelehnt hatte und damit viel Geld hat liegen lassen. Doch glauben die Anleger wirklich an das Unternehmen oder nur an seine Person?
  • Das Unternehmen profitiert massiv von der kürzlich beschlossenen Steuerreform von US-Präsident Donald Trump.
  • Zu den letzten großen Investitionen Buffets zählt eine 5%ige Beteilligung an Apple (ISIN US0378331005). Es ist sogar wahrscheinlich, dass diese weiter ausgebaut wird. Rückendeckung gab es auch vom Microsoft-Erfinder Bill Gates. Dieser lobte Apple kürzlich in den Medien.
  • Die Aktie (ISIN US0846707026) hat ihren Kurs in den letzten 5 Jahren um 94% steigern können. Umgerechnet eine jährliche Performance von 18,8%. Zum Vergleich: Der S&P500-Index hat nur eine jährliche Performance in Höhe von ca. 13,3% geschafft.

Wie genau Warren Buffet solche Erfolge an der Börse erzielen kann, erklärt er in diesem *Buch.

Hinweis: Alle genannten Wertpapiere stellen keine Kaufempfehlung dar. Jeder Anleger sollte sich selbst über alle Möglichkeiten einen Überblick verschaffen und seinen eigenen Finanzberater befragen. Wertpapiere an der Börse können zu hohen Verlusten führen. Weiterhin enthält dieser Artikel unbezahlte Markennennungen.

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