Sparplan für Kinder und Enkel

Um in die Zukunft Ihrer Kinder und Enkel zu investieren, ist ein Sparplan geeignet. Langfristig können Sie bereits mit niedrigen monatlichen Einzahlungen ein attraktives Vermögen aufbauen. Die Aussichten sind umso besser, je früher Sie mit dem Sparen anfangen.

Sparplan für Kinder und Enkel

Gesetzliche Regelungen beim Sparplan für Kinder oder Enkel beachten

Als Eltern können Sie für Ihre minderjährigen Kinder jederzeit einen Sparplan eröffnen. Ein Sparplan ist beispielsweise als Geschenk zur Taufe, zum ersten Geburtstag, zur Einschulung oder zur Kommunion geeignet. Der Sparplan kann auf den Namen Ihres Kindes eröffnet werden. So können Sie Steuern sparen, da nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihr Kind ein Steuerfreibetrag gilt. Zusätzlich gilt ein Sparerpauschbetrag. Sie dürfen nur nicht vergessen, einen Freistellungsauftrag an die Bank oder den Online-Broker zu erteilen.
Anders sieht es bei Großeltern aus, die für ihre Enkel sparen möchten. Nicht bei allen Banken ist das so einfach möglich. Sie benötigen die Geburtsurkunde Ihres Enkels und die Unterschrift der Eltern Ihres Enkels für die Eröffnung des Sparplans. Bei einigen Filialbanken ist das möglich, während das bei den Online-Banken schon schwieriger ist.

Sie können auch für sich selbst einen Sparplan auf Ihren Namen eröffnen, den Sie besparen. Im Testament können Sie festlegen, dass ihn Ihr Enkel im Fall Ihres Todes erbt.

Möchten Sie als Großeltern für Ihre Enkel sparen, gibt es noch eine weitere Möglichkeit. Informieren Sie sich, welche Banken oder Online-Broker Sparpläne anbieten, bei denen zusätzlich zu den regelmäßigen Sparraten eingezahlt werden kann. Bitten Sie die Eltern Ihres Enkels, dort für Ihren Enkel einen Sparplan zu eröffnen. Lassen Sie sich die Daten des Sparplans mitteilen und leisten Sie Einzahlungen. Sie können auch den Eltern Ihres Enkels das Geld für die Sparraten geben.

Die richtige Anlageklasse finden

Möchten Sie für Ihre Kinder oder Enkel sparen, kommt es auf die richtige Anlageklasse an. Banksparpläne werden heute nur noch bei wenigen Banken angeboten, da die Nachfrage angesichts der niedrigen Zinsen stark zurückgegangen ist. Die Zinsen liegen in der Regel bei weniger als einem Prozent.
Besser geeignet ist ein Fonds- oder ETF-Sparplan. Aktiv gemanagte Investmentfonds können Sie in verschiedenen Risikoklassen auswählen. Sie können in Immobilien-, Renten-, Geldmarkt- oder Aktienfonds investieren. Abhängig von der Art des Fonds kann eine attraktive Rendite erzielt werden. Sie sollten auch das Risiko nicht vergessen. Häufig fällt bei den aktiv gemanagten Investmentfonds ein Ausgabeaufschlag an. Für Sparpläne gewähren einige Online-Broker Rabatte auf den Ausgabeaufschlag oder erheben gar keinen Ausgabeaufschlag. Zusätzlich müssen Sie eine Gebühr für die Ausführung der Sparrate zahlen.

Für einen Sparplan für Ihre Kinder oder Enkel eignen sich ETFs als börsengehandelte Indexfonds. Sie bilden einen kompletten Index wie den DAX oder den Weltaktienindex MSCI World ab. Auch hier können Sie unterschiedliche Risikoklassen wählen. Eine breite Risikostreuung ist beim MSCI World mit Aktien von mehr als 1.600 Unternehmen aus der ganzen Welt oder beim S&P 500 mit Aktien der 500 größten US-amerikanischen Unternehmen gewährleistet. Anders als bei einem aktiv gemanagten Investmentfonds müssen Sie keinen Ausgabeaufschlag zahlen. Sie zahlen nur eine Gebühr für die Ausführung der Sparrate. Einmal jährlich wird die Gesamtkostenquote für den ETF fällig, die bei 0,05 bis 1,20 Prozent liegen kann. Sie wird vom Emittenten erhoben und zumeist direkt einbehalten.

Wie sich die Rendite bei einem ETF entwickelt, hängt vom abgebildeten Index und dessen Wertentwicklung ab. Entwickelt sich der Index negativ, wirkt sich das auch auf die Rendite aus. Ihr Kind oder Enkel erhält unter Umständen weniger, als Sie eingezahlt haben.

Ertragsverwendung - wichtig bei einem Sparplan auf Fonds

Bei den aktiv gemanagten Investmentfonds und bei den ETFs gibt es ausschüttende und thesaurierende Fonds. Bei den ausschüttenden Fonds kann die Auszahlung der Dividende bis zu viermal jährlich erfolgen. Damit Ihr Kind oder Enkel vom Zinseszins profitieren kann und immer mehr Anteile erworben werden können, ist bei einigen Anbietern eine automatische Wiederanlage der Dividenden möglich. Bei einem thesaurierenden Fonds wird die Dividende immer wieder in Fondsvermögen angelegt.

Die Wahl des geeigneten Fonds

Bei der Vielzahl an Investmentfonds und ETFs ist es nicht so einfach, den richtigen Fonds zu wählen. Sie sollten einen Vergleich nutzen und dabei auf

  • Fondsvolumen, das möglichst hoch sein sollte
  • Datum der Auflage, das mindestens schon fünf Jahre zurückliegen sollte
  • Gesamtkostenquote bei einem ETF
  • Art der Ertragsverwendung, ausschüttend oder thesaurierend
  • Entwicklung der Rendite

achten.

Bei einem ETF kommt es auf eine breite Risikostreuung an. Sie sollten daher einen ETF wählen, der möglichst viele Aktien enthält.

Mit dem Sparplanrechner den richtigen Sparplan finden

Damit der Sparplan für die Kinder oder Enkel eine möglichst hohe Rendite bringt, sollten Sie sich informieren, wie sich die ETFs oder Fonds entwickeln. Ein Sparplanrechner kann Ihnen dabei helfen. Sie können einen Fonds auswählen und in den Sparplanrechner die Bezeichnung eingeben. Abhängig von der Sparrate und der Laufzeit können Sie ermitteln, wie sich der ETF künftig entwickeln könnte. Dabei können Sie mehrere Varianten durchspielen. Sie sollten überlegen, welche Sparrate Sie festlegen und in welchem Intervall Sie sparen möchten. Einige Online-Broker bieten bereits Sparraten ab 25 Euro an, während die Mindestsparrate bei anderen Brokern 50 Euro beträgt. Das Sparintervall können Sie monatlich festlegen. Sie können bei einigen Brokern auch längere Sparintervalle, beispielsweise alle zwei Monate oder vierteljährlich, wählen.
Bei der Wahl des Anbieters sollten Sie auf Flexibilität achten. Sie können bei einigen Brokern die Sparrate und das Sparintervall verändern. Die Sparrate können Sie bei einigen Anbietern auch dynamisieren. In regelmäßigen Abständen wird die Sparrate um einen bestimmten Betrag erhöht.

Die Wahl des richtigen Anbieters

Der Sparplan-Vergleich hilft Ihnen, den richtigen Anbieter für den Sparplan zu finden. Möchten Sie einen bestimmten ETF besparen, zeigt Ihnen der Vergleich

  • Gebühren für die Ausführung der Sparrate
  • Mindestsparrate
  • mögliche Sparintervalle

bei den einzelnen Brokern.

ETF-Sparplan-Vergleich 2020: Welcher Anbieter ist der Beste?
ETF-Sparplan-Vergleich 2020

Die Gebühr für die Ausführung der Sparrate kann ein Prozentbetrag oder ein Festbetrag sein. Einige Broker bieten im Rahmen von Aktionen auch kostenlose ETFs für Sparpläne an. Sie zahlen dann für eine begrenzte Zeit keine Gebühren für die Ausführung der Sparrate.

Sparplan für Kinder oder Enkel bei einem Robo-Advisor eröffnen

Möchten Sie für Ihre Kinder oder Enkel einen ETF-Sparplan eröffnen und sich nicht selbst um die Auswahl des geeigneten ETFs kümmern, können Sie einen Robo-Advisor nutzen. Der bekannteste Robo-Advisor ist OSKAR. Dort können Sie gleich mehrere Sparpläne eröffnen und verwalten. Haben Sie mehrere Kinder oder Enkel, können Sie dort für jedes Kind einen Sparplan eröffnen.

Der Robo-Advisor kauft oder verkauft Wertpapiere abhängig von aktuellen Handelssignalen. Sie müssen eine Strategie abhängig von der Risikobereitschaft festlegen. Ein hohes Risiko bedeutet eine mögliche höhere Rendite. Für Kinder oder Enkelkann jedoch zumeist keine hohe Risikoklasse gewählt werden.
Eröffnen Sie bei OSKAR einen Sparplan für Ihr Kind, kann Ihr Kind ihn später auch selbst mit eigenen Einzahlungen besparen. Einige Broker bieten auch ein Junior-Depot für den Sparplan an, das für minderjährige Jugendliche geeignet ist und bei dem die Risikoklasse begrenzt ist.

Fazit: Sparplan gut für Vermögensaufbau geeignet

Für den langfristigen Vermögensaufbau für Ihre Kinder oder Enkel eignet sich ein Sparplan. Möchten Sie einen Sparplan für Ihre Enkel eröffnen, benötigen Sie die Zustimmung von deren Eltern. Nicht bei allen Banken ist das möglich. Es gibt jedoch einige Alternativen. Wichtig ist die Wahl der richtigen Anlageklasse. Gut geeignet sind ETFs, da sie langfristig eine gute Rendite versprechen. Der Vergleich hilft Ihnen bei der Wahl der geeigneten Bank.

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