Rendite und Risiko bei ETFs

Rendite und Risiko bei ETFs

Risiko ist ein fester Bestandteil von Investitionen. Generell müssen Anleger größere Risiken eingehen, um höhere Renditen zu erzielen; die Übernahme zusätzlicher Risiken führt jedoch nicht immer zu höheren Renditen. Anleger, die ein zusätzliches Risiko eingehen, müssen sich in der Erwartung, längerfristig höhere Renditen zu erzielen, mit einer deutlichen Underperformance abfinden. Diejenigen, die das Risiko nicht besonders gut verkraften, haben eine relativ betrachtet eine geringere Chance auf hohe Erträge als Anleger mit einer höheren Risikotoleranz. Ebenso haben sie eine geringere Chance auf signifikante Verluste. Es ist wichtig zu verstehen, dass es einen unvermeidlichen Kompromiss zwischen Anlageperformance und Risiko gibt. Höhere Renditen sind mit höheren Risiken von Preisschwankungen verbunden.

Es ist wichtig, dass man seine eigene Einstellung zum Risiko herausfindet, bevor es mit der Investition losgehen kann. Ist die Sicherheit des Kapitals der überwiegende Einfluss bei Anlageentscheidungen oder ist man bereit, die Höhen und Tiefen des Marktes in der Erwartung höherer Renditen zu tolerieren?

Obwohl dies nicht immer der Fall ist, spiegelt die Höhe der Rendite Ihrer Anlagen im Allgemeinen das zugrunde liegende Risiko wider. Wenn man nur geringe oder gar keine Unsicherheiten in Kauf nehmen will, sind auch die Anlagerenditen niedrig bis nicht vorhanden. Eine Anlage, die im Hinblick auf ihr Renditepotenzial sehr attraktiv erscheint, ist jedoch möglicherweise nicht die richtige Wahl, wenn man ein unannehmbar hohes Risiko vermeiden will. Anlagen mit hohem Risiko erfordern im Allgemeinen, dass der Anleger in der Lage ist, sie längerfristig (5-10 Jahre) zu halten, um kurzfristigere Performance-Probleme zu lösen. Wichtig ist jedoch, dass Anleger nicht immer hohe Renditen erzielen, wenn sie hohe Risiken eingehen.

Nicht alle Anlageentscheidungen werden wie erwartet ausfallen. Diversifikation kann ein wichtiges Instrument zur Risikosteuerung sein. Durch den Erwerb eines Portfolios unterschiedlicher Anlagen in verschiedenen Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Bargeld, etc.), Regionen und Sektoren können Anleger die Auswirkungen, die schlecht laufende Anlagen auf ihr Gesamtportfolio haben können, minimieren. Diese Diversifikationstheorie gilt sowohl innerhalb der Anlageklassen als auch auf Portfolioebene.

Es gibt spezifische Risiken, die Anleger bei der Anlage in bestimmte Anlageklassen beachten sollten. Der folgende Abschnitt behandelt einige der Risiken, die bei der Anlage in Exchange Traded Funds und Exchange Traded Commodities bestehen

Risiken bei ETFs

ETFs sind so konzipiert, dass sie einem Index entsprechen, und sind passive Anlagen. Da ein ETF nicht aktiv verwaltet wird, verkauft er ein Wertpapier nicht, wenn sich der Emittent des Wertpapiers in finanziellen Schwierigkeiten befindet - es sei denn, das Wertpapier wird aus dem Index entfernt. Dies bedeutet, dass sich der Exchange Traded Fund mit dem Index auf und ab bewegt und der Exchange Traded Fund Manager in einem Marktabschwung keine defensiven Positionen einnimmt oder verlierende Positionen verkauft.

Das bedeutet auch, dass der Manager das Engagement in Positionen, die er mit einer Wertsteigerung rechnet, nicht erhöht. Dieser Mangel an Management bedeutet, dass die Anleger ihr Geld bei einem Index und nicht bei einem Manager anlegen, und ihr Vermögen hängt von der Performance des Index ab. Der beste Weg für einen Anleger, mit dem Indexrisiko umzugehen, besteht darin, zu verstehen, was im Index enthalten ist und welche Regeln für die Aufnahme in den oder aus dem Index gelten, wie in der Dokumentation des Exchange Traded Fund beschrieben.

Kontrahentenrisiko

Exchange Traded Funds/Commodities halten nicht immer die physischen Vermögenswerte. Wenn die Investmentbank, die die Futures/Optionen anbietet, insolvent wird, verliert der Exchange Traded Fund einen Teil oder das gesamte Geld, das er investiert hat. Das Kontrahentenrisiko existiert allerdings nur bei ETFs die mit einem sog. Swap arbeiten. Swap-ETFs sind allerdings in den letzten Jahren auf dem Rückzug. Durch das Kontrahentenrisiko und das damit verbundende erhöhte Risiko verkaufen sie sich nicht so gut wie komplett physisch replizierende ETFs, auch wenn Swap-ETFs den Vorteil haben dass sie bei den laufenden Kosten (TER) oft günstiger sind.

Währungs-ETFs

Wenn die Basiswerte der börsengehandelten Anlagen in einer anderen Währung als der Nennwährung liegen, besteht für den Anleger ein Währungsrisiko.

Volatilität

ETCs sind in der Regel risikoreichere Anlagen, da sich die Rohstoffpreise an einem Tag um mehr als 10% bewegen können. Bewegungen dieser Ordnung sind ungewöhnlich, aber sie treten auf und werden durch fremdfinanzierte oder börsengehandelte Anlagen noch verstärkt.

Tracking Errors

Neben dem Risiko, dass ein ETF den Bewegungen des Index ausgesetzt ist, sind Anleger auch dann gefährdet, wenn der ETF oder ETC nicht mit der Performance des Index übereinstimmt. Diese Situation wird auch als Tracking Error bezeichnet.

Der Tracking Error stellt die Differenz zwischen der Performance oder Rendite des ETF- oder ETC-Portfolios und dem zugrunde liegenden Index dar. Tracking-Fehler treten aus verschiedenen Gründen auf. Der erste ist, dass ein ETF oder ETC Ausgaben hat, die ein Index nicht hat, weil er Kosten verursacht, wenn er Wertpapiere kauft und verkauft. Die Häufigkeit dieser Transaktionen, z.B. wie oft ein Exchange Traded Fund sein Portfolio neu ausbalanciert, kann die Kosten erhöhen, die den Tracking Error erhöhen und die Performance eines ETFs oder ETCs mindern.

Ein weiterer Grund für einen Tracking Error liegt vor, wenn ein ETF oder ETC Bargeld hält, das eine andere Rendite erzielt als ETFs oder ETCs, die in das Portfolio investiert sind und eine Abweichung der Rendite zwischen dem Index und dem ETF oder ETC verursachen. Bei ETFs und ETCs ist der Bestand an Bargeld jedoch eher gering. Einige ausschüttende ETFs sammeln ihre Dividende z. B. auf einem unverzinsten Konto, bis sie sie an ihre Anleger weitergeben. Wie genau die Ausschüttungen durchgeführt werden, kann man bei den Anbietern nachlesen.

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