Privatier werden: Wie kann das gelingen?

Privatier sein, nicht mehr arbeiten müssen und nur von den Zinsen oder Dividenden leben - wer wünscht sich das nicht? Du hättest Zeit für alls, was Du schon immer machen wolltest und was Spaß macht. Allerdings müsstest Du dafür sparen und Prioritäten setzen. Wie geht das eigentlich?

Privatier werden: Wie kann das gelingen?

Was ist eigentlich ein Privatier?

Sicher hast Du schon den Begriff Privatier gehört und hast bestimmte Vorstellungen von der Bedeutung. Es mag verlockend sein, viel Geld zu haben, nicht mehr arbeiten zu müssen und von dem, was Du hast, zu leben. Geldsorgen wären fremd. Welche Bedeutung hat der Begriff nun wirklich?

Das ist die Definition:
Bei einem Privatier handelt es sich um jemanden, der finanzielle Sicherheit erreicht hat und daher keiner Beschäftigung mehr nachgehen muss.
Der Privatier muss keiner Beschäftigung mehr nachgehen, doch heißt das nicht, dass alle Privatiers nicht mehr arbeiten. Häufig sind solche Menschen ehrenamtlich tätig. Sie engagieren sich für andere, da sie gerne helfen möchten und sozial eingestellt sind. Die finanzielle Sicherheit kann sich auch auf das Haupteinkommen beziehen. Du kannst über Geldanlagen verfügen, die hohe Zinsen oder Dividenden abwerfen, von denen Du leben kannst. Zusätzlich kannst Du einer beruflichen Tätigkeit nachgehen. Deine Geldanlage und die damit erzielten Zinsen oder Dividenden bieten Dir genügend Sicherheit, dass Du davon auch leben kannst, wenn Du Deine Arbeit verlieren solltest. Privatier bist Du dann, wenn Du nicht mehr für Geld arbeiten musst, aber es vielleicht noch freiwillig tust.

Lohnt es sich, Privatier zu werden?

Welche Bedeutung hat ein Leben in finanzieller Sicherheit und warum solltest Du es anstreben? Die finanzielle Sicherheit bringt Dir eine Reihe von Vorteilen. Du musst Dich nicht über Deine Vorgesetzten oder Kunden ärgern, da Du keiner beruflichen Tätigkeit mehr nachgehen musst und Deine Geldanlage sowie die Erträge daraus das zulassen. Deine verfügbare Zeit kannst Du frei einteilen. Du musst keine Angst um die Erfüllung Deiner Grundbedürfnisse haben, da dafür genug Geld vorhanden ist. Du kannst Dich kreativ betätigen oder beruflich das machen, was Dir Spaß macht und was Du schon lange machen wolltest. Dabei steht das Geld nicht im Vordergrund, da es Dir vorrangig um den Spaß an der Sache geht.

Woher kommt das Vermögen der Privatiers?

Ein Privatier verfügt über ein hohes Vermögen. Du fragst Dich vielleicht, woher dieses Vermögen dieser Menschen kommt. Bei den meisten Privatiers kommt dieses Vermögen aus Erbschaften. Eher selten kommt dieses Vermögen aus den Ersparnissen aus Arbeitseinkünften. Auch das ist möglich, indem Du gezielt planst, wann Du Privatier sein möchtest und welchen Betrag Du dafür benötigst. Du kannst einen Teil Deiner Einkünfte in einen Sparplan einzahlen, um dann von den Dividenden oder Zinsen zu leben. Du solltest Dir dafür über die Bedeutung dieses Lebens gedanken machen. Immerhin musst Du auch Deine laufenden Ausgaben berücksichtigen. Das Vermögen der Privatiers kann auch aus Immobilien, Aktien oder Anleihen stammen. Mit einem ETF-Sparplan kannst Du ein gutes Vermögen aufbauen, doch kommt es auf die Wahl des richtigen ETFs und eine angemessene monatliche Sparrate an. Wichtig ist ein gutes Passiveinkommen, das Du in jedem Monat in einer bestimmten Höhe erzielen kannst. Solche Passiveinkommen sind Zinsen und Dividenden.

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Privatier werden: Was Du berücksichtigen solltest

Es mag verlockend erscheinen, als Privatier von Zinsen oder Dividenden Deiner Geldanlage zu leben. Du solltest allerdings realistisch vorgehen und Dir zuerst einen Überblick über Deine ständig wiederkehrenden Ausgaben verschaffen:

  • Krankenversicherung
  • eventuell Vorsorge für eine gesetzliche Rente
  • Steuern
  • Strom
  • Betriebskosten für die Wohnung
  • Auto
  • Telefon, Internet
  • Versicherungen
  • Lebensmittel und Kleidung.

Du brauchst auch als Privatier unbedingt eine Krankenversicherung. Ein Unfall oder eine schwere Krankheit können hohe Kosten verursachen, beispielsweise, wenn Du für den Rest Deines Lebens auf Pflege angewiesen bist. Du kannst überlegen, ob Du freiwillig gesetzlich oder privat krankenversichert sein möchtest. Entscheidend dafür ist Dein Alter, denn mit steigendem Eintrittsalter steigen auch die Beiträge für die private Krankenversicherung.

Möchtest Du Privatier werden, solltest Du die gesetzliche Rente nicht vergessen. Du benötigst auch im Alter ein Einkommen. Bist Du im Arbeitsverhältnis, zahlst Du in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Die gesetzliche Rente reicht jedoch zumeist nicht aus, im Alter noch einen angemessenen Lebensstandard zu führen. Sinnvoll ist daher die Einzahlung in eine private Altersvorsorge.

Nicht zu vergessen sind die Steuern. Bist Du bereits Privatier, beziehst Du ein Einkommen aus Kapitalvermögen. Darauf musst Du Abgeltungssteuer zahlen, die 25 Prozent der Kapitalerträge beträgt. Du solltest den Freistellungsauftrag nicht vergessen, um Steuern zu sparen.  

Die Wahl der richtigen Geldanlage

Möchtest Du Privatier werden, kommt es auf die Wahl der richtigen Geldanlage an. Die Geldanlage sollte genügend Zinsenoder Dividenden als Erträge abwerfen, von denen Du leben kannst. Immobilien sind eine Geldanlage, doch benötigst Du zuerst einen Kredit, um in Immobilien zu investieren. Hast Du eine Immobilie erworben, kannst Du sie vermieten und von den Mieteinnahmen leben. Damit Du von den Mieteinnahmen ein finanziell unabhängiges Leben führen kannst, muss die Immobilie über entsprechend viele Wohneinheiten verfügen. Eine solche Investition ist teuer.

Sichere Spareinlagen wie Sparbücher, Festgeld oder Tagesgeld bringen nur geringe Zinsen und eignen sich nicht, um davon ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit zu führen. Du kannst in Aktien investieren und mit den Dividenden ein Einkommen erzielen. Dafür musst Du entsprechend viele Aktien erwerben und solltest nicht alles auf eine Karte setzen. Du bist vom Erfolg des Unternehmens abhängig, in dessen Aktien Du investiert hast.

Eine wichtige Bedeutung hat daher die Risikostreuung Deiner Geldanlage. Mit ETFs ist eine gute Risikostreuung gewährleistet. Aktien-ETFs enthalten Aktien von mehreren Unternehmen und bieten eine gute Risikostreuung. Investierst Du in einen auszahlenden ETF, kannst Du Dividenden mindestens einmal im Jahr ausgezahlt bekommen. Um Privatier zu werden, ist das langfristige Sparen von Bedeutung. Eine perfekte Möglichkeit dafür bietet Dir ein Sparplan.

Einen groben Plan erstellen

Möchtest Du Privatier werden, solltest Du Dein monatliches Einkommen und Deine regelmäßigen Ausgaben gegenüberstellen. Du solltest überlegen, welchen Betrag Du monatlich in einen ETF-Sparplan einzahlen kannst. Dabei sollte noch genügend Geld für die laufenden Ausgaben, für einen angemessenen Lebensstandard und für unvorhergesehene Ereignisse zurückbehalten. Mit einem Rechner im Internet kannst Du ausrechnen, wie viel Geld Du in jedem Monat einzahlen solltest, um in einem bestimmten Alter als Privatier leben zu können. Du musst dafür ein Sparziel festlegen. Der Rechner bietet Dir nur eine grobe Orientierung. Er berücksichtigt die Rendite, die ungefähr jährlich mit einem ETF-Sparplan erzielt werden kann. Abhängig vom gewählten ETF kann diese Rendite auch höher ausfallen. Mit dem Rechner kannst Du mehrere Varianten durchspielen. Je früher Du mit dem Sparen beginnst, desto mehr Vermögen kannst Du aufbauen und desto früher kannst Du als Privatierleben. Dein aktuelles Alter hat dafür eine wichtige Bedeutung.

Die Wahl des richtigen Sparplans

Hast Du einen Plan erarbeitet, welche monatliche Sparrate Du aufbringen musst, um Privatier zu werden, kannst Du den geeigneten Sparplan auswählen. Dabei hilft Dir der Sparplan-Vergleich im Internet. Er informiert über

  • Mindest- und Höchstsparraten
  • mögliche Sparintervalle, beispielsweise monatlich, vierteljährlich oder halbjährlich
  • Kosten für die Ausführung der Sparraten.

Du solltest auch darauf achten, ob Du zusätzlich zu den Sparraten Einzahlungen leisten kannst, um schneller Vermögen aufzubauen. Weiterhin kommt es auf die Möglichkeit der Veränderung der Sparraten abhängig von der finanziellen Situation an. Bei finanziellen Engpässen sollte die Sparrate gesenkt werden können, während dann, wenn sich Dein Einkommen erhöht, eine Erhöhung der Sparrate möglich sein sollte. Du kannst bei einigen Anbietern auch eine Dynamisierung der Sparrate vereinbaren. Die Sparrate erhöht sich in bestimmten Abständen. Eine wichtige Bedeutung für das passive Einkommen hat die Möglichkeit, einen Entnahme- oder Auszahlplan für den Sparplan zu erstellen. So kannst Du in jedem Monat einen bestimmten Betrag auszahlen lassen, von dem Du als Privatierleben kannst.

Die Wahl des geeigneten ETFs

Hast Du einen geeigneten Anbieter für einen Sparplan gefunden, musst Du noch den richtigen ETF wählen, in dessen Anteile Du investierst. Es mag verlockend erscheinen, einen volatilen ETF zu wählen. Er verspricht hohe Renditen. Allerdings kann es bei solchen volatilen ETFs schnell zu Kurseinbrüchen kommen. Ein ETF kann sich nicht besser entwickeln als der zugrundeliegende Index. Um eine breite Streuung zu erreichen, werden häufig ETFs auf den Weltaktienindex MSCI World empfohlen. Mit einem thesaurierenden ETF baust Du schneller Vermögen auf, da die Dividenden in Fondsvermögen reinvestiert werden.

Fazit: Privatier werden muss geplant werden

Bist Du Privatier, verfügst Du über finanzielle Sicherheit und musst nicht mehr arbeiten. Viele Privatiers haben ihr Vermögen durch eine Erbschaft bekommen. Das kann aber nicht jeder. Von Bedeutung ist daher die Planung Deines Vermögensaufbaus. Du solltest an ein passives Einkommen aus Zinsen oder Dividenden denken. Mit einem ETF-Sparplan kannst Du langfristig Vermögen aufbauen. Dabei solltest Du überlegen, welchen Betrag du monatlich sparen kannst, um ein solides Vermögen zu erzielen.

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