Welche Nachteile DAX-ETFs haben

Welche Nachteile DAX-ETFs haben

Viele Anleger investieren nach dem Motto: "Zuhause ist es doch am schönsten". DAX-ETFs bilden den DAX 30 Aktienindex ab, der die 30 größten deutschen Aktiengesellschaften enthält. Sowohl die großen wie Siemens, SAP und Allianz als auch die kleinen Firmen wie Fresenius oder Thyssen Krupp sind den meisten Menschen vom Namen her bekannt. Doch die Bekannheit schafft noch lange kein ausgewogenes ETF-Portfolio.

Die Risikostreuung macht den Unterschied

Ein ETF ist nicht nur ein kostengünstiges Anlageinstrument, sondern die Kernidee ist auch das Risiko über viele Unternehmen zu streuen. Geht es einer Gesellschaft schlecht, dann fällt sehr wahrscheinlich früher oder später auch der Kurs und die Dividenden werden gekürzt oder gar ganz gestrichen. Bei einem idealen ETF oder ETF-Sparplan sollten Anleger davon möglichst so gut wie nichts bemerken, denn dieser Underperformer ist nur eine Aktie von hunderten oder tausenden im ETF-Index. Große Indizes wie der Weltindex MSCI World bilden 1600 Aktien ab. Der US-Index S&P 500 bildet 500 Aktien ab. Die Risikostreuung ist bei einem DAX-ETF also deutlich schlechter.

Es kommt aber noch schlechter für DAX-ETF-Käufer: Auch der Branachen-Fokus des Index sind nicht optimal. Alleine 50% der Unternehmen des DAX sind in nur drei Branchen unterwegs:

  • Chemie/Pharma (z. B. Bayer, Linde, BASF)
  • Automobilindustrie (z. B. BMW, Volkswagen)
  • Software (z. B. SAP, Wirecard)

Noch extremer wird das Ungleichgewicht bei einem Blick auf die Gewichtungen. Die Top 7 des DAX, also die sieben Aktiengesellschaften die die höchste Gewichtungen haben, machen mehr als die Hälfte des Gesamten Index aus:

  • SAP 11,2%
  • Linde 8,1%
  • Allianz 7,4%
  • Siemens 6,6%
  • Volkswagen 6,2%
  • Deutsche Telekom 6,1
  • Adidas 4,7%

Gesamt: 50,2%

Wer in einen DAX30 ETF oder DAX-Sparplan investiert, investiert genau genommen also in nur sieben Aktien.

Unterschiede auch bei der Rendite

Beim Vergleich mit dem MSCI World Index zeigt sich, dass der DAX historisch gesehen schlechter entwickelt hat. Im Zeitraum 2007 bis 2017 sah die Rendite pro Jahr wie folgt aus:

  • MSCI World: 7,0% p.a.
  • DAX: 4,6% p.a.

Die Schwankungsbreite variierte ebenfalls:

  • MSCI World: 17,5%
  • DAX: 23,1%

Der maximale Verlust nach dem Platzen der New Econemy zwischen 2000 und 2003 brachte DAX-Anlegern größere Verluste:

  • MSCI World: -54,2%
  • DAX: -68,7%

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Weiterlesen:

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