Sparen für die Zukunft: Mit ETFs Geld für die Kinder anlegen

Sparen für die Zukunft: Mit ETFs Geld für die Kinder anlegen

Eltern möchten ihre Kinder von Anfang an gut versorgt wissen. Dazu gehört es neben der emotionalen Fürsorge auch, eine materielle Grundlage zu schaffen, die Sicherheit bietet und es Kindern ermöglicht, sich auch kostspieligere Wünsche für ihren Lebensweg zu erfüllen. Der Führerschein, eine kostenpflichtige Ausbildung, die erste eigene Wohnung – es gibt viele Projekte, die lohnend sind, aber die entsprechenden finanziellen Mittel erfordern. Viele Eltern beginnen deshalb frühzeitig damit, als Ergänzung zum Taschengeld für den alltäglichen Bedarf auch Geld für ihre Kinder anzulegen, das ihnen für die Zukunft als Grundstock zur Verfügung stehen soll. In diesem Zusammenhang sind ETFs als Sparplan oder Einmalanlage beliebt geworden.

Viele Möglichkeiten, doch nicht alle lohnen sich

Langfristiges Sparen kann eine gute Grundvoraussetzung für eine wirtschaftlich unabhängige Zukunft sein. Viele Familien entschließen sich deshalb dazu, von Anfang an Rücklagen für ihre Kinder zu bilden. Die Möglichkeiten für solche Geldanlagen sind vielfältig.

Über Jahrzehnte hinweg gehörte das Sparbuch zu den klassischen Geldgeschenken, die ein Baby schon zur Geburt von den Eltern, den Großeltern oder den Paten bekam. Diese Option ist heute nicht mehr sinnvoll, denn die Zinsen, die für Spareinlagen auf dem Sparbuch oder auf einem Festgeldkonto ausbezahlt werden, sind inzwischen verschwindend gering. Zwischen 0 und 1,5 % Zinsen dürfen Sparer bei diesen Produkten höchstens erwarten, wobei Kreditinstitute, die volle 1,5 % auf das einbezahlte Guthaben garantieren, bereits zu den Spitzenanbietern gehören.

Immer häufiger begegnet und der der Begriff „Minuszins“ oder „Strafzins“. Dabei wirft das angelegte Geld nicht nur keine Rendite ab, es wird aufgrund des negativen Zinsniveaus sogar geringer.

Hierzu informiert die Stiftung Warentest:

„In der aktuellen Nied­rigzins­phase erheben tatsäch­lich immer mehr Banken Minuszinsen auf die Sparguthaben der Kunden. Aber: Konto­besitzer müssen keine Angst haben. Strafzinsen werden meist nur für hohe Guthaben erhoben. Einige wenige Banken und Sparkassen verlangen Strafzinsen von Privatkunden ab einem Guthaben von 100 000 Euro, häufiger erst ab 500 000 Euro. Es gibt weiterhin weit über 100 Kredit­institute, die keine Strafzinsen verlangen.“

(Quelle: www.test.de)

Auch Tagesgeldkonten sind als rentable Geldanlage nicht mehr zu empfehlen. Die Einlage ist bei einem solchen Sparprodukt zwar sicher, die Rendite ist aber gering. Zwischen 0 und 0,5 % bewegen sich die meisten Zinssätze für Tagesgeldkonten.

Zur Verwaltung kleinerer Geldgeschenke oder des Taschengeldes sind Girokonten für Kinder mit einem integrierten Tagesgeldkonto aber immer noch eine gute Möglichkeit, um den Umgang mit Geld und mit elektronischen Bezahlsystemen zu üben. So kann das Taschengeld zum Beispiel auf eine Kinderkonto einbezahlt werden, von dem sich die Kinder ab einem bestimmten Alter mit der EC-Karte selbst bedienen können. Kleinere Geldgeschenke können auf einem mit dem Girokonto verknüpften Tagesgeldkonto als finanzieller Puffer für größere Wünsche hinterlegt werden. Ein Kinderkonto kann bei vielen Banken schon ab einem Alter von 7 Jahren eröffnet werden. Pädagogen geben eine Altersempfehlung von 10 Jahren für die elektronische Verwaltung der Finanzen an. Jüngere Kinder kommen meist besser damit zurecht, wenn ihnen das Taschengeld in regelmäßigen, überschaubaren Beträgen direkt ausgehändigt wird.

Sollen regelmäßige Spareinlagen für die Zukunft oder ein größeres Geldgeschenk angelegt werden, sind renditestarke Produkte wie ein ETF-Sparplan oder ein ETF-Depot die bessere Wahl für Familien.

Kinderfreibeträge sinnvoll nutzen

Bei der Anlage eines ETF-Depots stellt sich unter anderem die Frage, auf welchen Namen das Geld angelegt werden soll. Gute Depotanbieter geben ihren Kunden die Möglichkeit, ein Junior-Depot anzulegen. Je nachdem, wie Du die Kinderfreibeträge nutzen kannst und welche Anforderungen Du an die Verwaltung des Depots stellst, kann dies ein Entscheidungskriterium bei der Wahl des Anbieters sein.

Möchtest Du das Depot von Anfang an auf den Namen Deines Kindes anmelden, hat das Vorteile, wie die Finanzexperten von elterngeld.de erläutern:

  1. Das Geld gehört zu 100% dem Kind (es ist mündelsicher). Die Erziehungsberechtigten können nicht einfach so auf das Geld zugreifen.
  2. Wenn die Eltern ihren eigenen Sparerpauschbetrag von 801 Euro pro Jahr durch andere Anlagen wie Aktien oder Fonds bereits ausreizen, können sie so das Geld auf ihre Kinder verteilen, denn jedes Kind hat ebenfalls einen eigenen Sparerpauschbetrag von 801 Euro.

Bis 10.245 Euro im Jahr (Stand: 2020) bleiben die Erträge übrigens steuerfrei (sofern keine weiteren Einkünfte vorliegen). Die Summe setzt sich aus dem Grundfreibetrag (9.408 Euro), Sparerpauschbetrag (801 Euro) und dem Sonder­ausgaben-Pausch­betrag (36 Euro) zusammen.

(Quelle: Elterngeld.de)

Es gibt allerdings auch Nachteile, die dem Kind aus einem gut bestückten Depot entstehen können und die Eltern im Hinterkopf behalten sollten:

  • Übersteigt das Depot-Guthaben einen Gesamtbetrag von 7.500 Euro, verliert das Kind seinen Bafög-Anspruch und muss das Ersparte gegebenenfalls aufbrauchen, bevor es auf Unterstützungsangebote zurückgreifen kann.
  • Wenn die Einkünfte aus Kapital­vermögen 5.220 Euro im Jahr übersteigen, wird das Kind aus der Familienversicherung ausgeschlossen.

Entscheiden sich Eltern dafür, das ETF-Depot zunächst auf ihren eigenen Namen anzumelden, sollten sie allerdings von der Möglichkeit Gebrauch machen, das Kind bei der Bank als Begünstigten zu benennen und gegebenenfalls eine Übertragung des Depots mit einer bestimmten Altersgrenze vorzusehen. So kann das Kind auch über seine Ersparnisse verfügen, wenn den Eltern etwas zustoßen sollte.

Sparplan oder Einmalanlage? Mit ETFs Geld anlegen

Zu den renditestärksten Geldanlagen zählen aktuell Fonds und ETFs. Da bei Geldanlagen für Kinder die Sicherheit der geleisteten Einlagen das stärkste Kriterium sein sollte, stehen Exchange Traded Funds (ETFs) ganz oben auf der Liste empfohlener Anlageprodukte für Familien.

Ob ein ETF-Sparplan oder eine Einmalanlage sinnvoller ist, hängt von mehreren Faktoren ab. Um das richtige Produkt zu wählen, solltest Du Dir vor allem drei Fragen stellen:

  • In welcher Höhe soll eine Einlage getätigt werden? (Großes Geldgeschenk oder kleinere Spareinlagen)
  • Wie regelmäßig soll das Produkt bespart werden? (Geht es um die langfristige Anlage einer großen Summe oder sollen regelmäßige kleine Spareinlagen getätigt werden?)
  • Welches Ziel verfolgt das Sparprodukt? (Soll das Geld jederzeit verfügbar sein oder wird auf ein weiter in der Zukunft liegendes Ziel hin gespart, wie zum Beispiel der Führerschein oder eine kostenintensive Ausbildung?)

Der ETF-Sparplan

Ein ETF-Sparplan eignet sich besonders für regelmäßige, kleinere Einlagen. Das kann zum Beispiel ein Sparbetrag von den Großeltern, den Paten oder den Eltern selbst sein. Der Sparplan beinhaltet die Eröffnung eines ETF-Depots, für das eine monatliche Einzahlung in festgelegter Höhe bestimmt wird. Die Spareinlage kann monatlich angepasst werden. Viele Anbieter haben einen Mindestsparbetrag von 10 Euro pro Monat festgelegt. Die Einzahlung erfolgt über ein Girokonto. Es ist jederzeit möglich, weitere Sparpläne mit dem Depot zu verknüpfen, wenn Eltern und Großeltern beispielsweise gemeinsam ein ETF-Depot besparen möchten.

Für regelmäßige, kleine Einzahlungen unter 50 Euro eignet sich häufig ein Depot, das sich auf einen gut ausgewählten ETF stütz. Beträgt die regelmäßige Sparrate 100 Euro oder mehr, kann sich eine Streuung auf mehrere Produkte lohnen.

ETF-Sparplan-Vergleich 2020: Welcher Anbieter ist der Beste?
ETF-Sparplan-Vergleich 2020

Die Einmaleinlage

Eine Einmaleinlage auf ein ETF-Depot ist für größere Summen sinnvoll. Soll ein größeres Geldgeschenk über 1.000 Euro oder mehr renditestark angelegt werden, empfiehlt sich die Anlage eines ETF-Depots mit Einmalanlage. Gerade bei größeren Anlagesummen sollte die Sicherheit des Kapitals im Vordergrund stehen. Deshalb solltest Du von Aktien absehen und das Geld Deines Kindes in Fonds anlegen, die aufgrund der Diversifizierung ein weitaus geringeres Risiko bergen.

Wer sich am Wertpapiermarkt nicht auskennt, sollte eine fundierte Beratung in Anspruch nehmen und in eine solide Auswahl an gut gestreuten Fonds investieren. So lässt sich je nach Marktentwicklung eine Rendite von durchschnittlich 6 bis 12 Prozent generieren.

Abbildung 1: @ RoboAdvisor (CCO-Lizenz) / pixabay.com


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