Kostengünstiger Vermögensaufbau mit ETF-Empfehlungen

Kostengünstiger Vermögensaufbau mit ETF-Empfehlungen

Zinsen kratzen an der Nullmarke oder sind bereits negativ. In diesem Szenario suchen Sparer nach Anlagemöglichkeiten, die bei begrenztem Risiko mindestens einen Inflationsausgleich bieten, besser noch darüber hinaus Rendite abwerfen. Dabei sind Einstiegskosten, laufende Kosten und gegebenenfalls auch Ausstiegskosten aus der Geldanlage zu beachten. Wer sich falsch entscheidet, verliert durch Bankgebühren einen Teil seiner Gewinne. Die besten ETF-Empfehlungen haben niedrige Kosten und bieten deshalb gute Voraussetzungen, hohe Kapitalerträge zu erwirtschaften.

Managementgebühren und Ausgabeaufschlag sparen

Die Abkürzung ETF steht für Exchange Traded Fund, also ein an der Börse gehandelter Investmentfonds. ETF-Empfehlungen beziehen sich dabei in aller Regel auf sogenannte passiv verwaltete Fonds. Während bei aktiv gemanagten Fonds ein Fondsmanager sein Können einsetzt, um mit seinem Fonds besser abzuschneiden als der Markt, bilden passive ETF einfach einen Börsenindex nach, zum Beispiel den Deutschen Aktienindex DAX oder den weltweiten Index MSCI World. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass es den aktiven Fonds nur selten gelingt, den entsprechenden Vergleichsindex zu schlagen. Entscheidet sich der Fondsmanager falsch, ist die Rendite sogar schlechter. Spätestens, wenn man einen Blick auf die Kosten wirft, erhalten ETF-Fonds mehr Empfehlungen als die gemanagten Anlagen. Ein wichtiger Maßstab ist die Total Expense Ratio (TER, deutsch Gesamtkostenquote), die beim Handel mit Fonds ausgewiesen wird.

Gemanagte Aktienfonds erreichen hier Werte zwischen 1,0 und 2,5 %, wobei zum Beispiel erfolgsabhängige Vergütungen und Kosten durch Umschichtungen innerhalb des Fondsvermögens noch hinzukommen können. ETF schneiden mit Kostensätzen deutlich unter einem Prozent weit besser ab. Europäische ETF haben eine durchschnittliche TER von nur etwa 0,4 %. Einen weiteren Kostenvorteil spielen die ETF beim Ausgabeaufschlag, dem sogenannten Agio, aus. Der Kaufpreis für Fondsanteile liegt in der Regel über dem aktuellen Rücknahmepreis. Die Differenz, der Ausgabeaufschlag, kann bei gemanagten Fonds bis zu 5 % betragen. Er schmälert die Rendite im Anschaffungsjahr, denn von zum Beispiel 1.000 Euro Anlagebetrag landen bei 5 % Agio nur 950 Euro auf dem Depotkonto. ETF bestechen durch Ausgabeaufschläge von beispielsweise nur 0,25.

Depot und Broker auswählen

Um ETF kaufen zu können, braucht der Kapitalanleger zwei Partner: Eine Bank, die das Wertpapierdepot führt, und einen Wertpapierhändler (Broker). Beides kann selbstverständlich auch in einer Hand liegen. Die bekannten Direktbanken bieten oft kostenfreie Depots und kaufen Fondsanteile an der Börse für ihre Kunden. Um weitere Kosten zu sparen, gibt es auf Privatkunden spezialisierte Handelsplätze wie etwa die zur Deutschen Börse gehörende Tradegate GmbH oder die LS (Lang & Schwarz) Exchange unter der Aufsicht der Börse Hamburg. Für bestimmte ETF verzichten die Banken bzw. Broker auf Ausgabeaufschläge und Ordergebühren, wenn der Handel über diese Marktplätze erfolgt. Gleiches gilt auch bei einem späteren Verkauf, sodass weder Einstiegs- noch Ausstiegskosten entstehen.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Rund 1.500 ETF sind an deutschen Börsen handelbar. Nicht jede Bank bzw. nicht jeder Broker hat das volle Sortiment im Programm, aber dennoch bleibt eine schwer überschaubare Auswahl. Ein grundsätzlicher Unterschied besteht zwischen sogenannten physischen und synthetischen ETF. Physische ETF kaufen tatsächlich die Aktien, die in dem nachgebildeten Index enthalten sind, mindestens aber eine optimierte Auswahl. Das ist für die Anleger sehr transparent. Synthetische ETF bilden die Wertentwicklung dagegen zum Beispiel über eine Bankgarantie ab. Das bedeutet ein thoeretisches Risiko, kann aber Kostenvorteile mit sich bringen.

Wichtiger aus Anlegersicht ist die Unterscheidung zwischen ausschüttenden und thesaurierenden Fonds. Ausschüttende Fonds zahlen Gewinne aus Dividenden (nicht aber Kursgewinne) regelmäßig, etwa jährlich oder vierteljährlich, an die Anteilsinhaber aus. Das ist gut, wenn ein wenig Geld laufend benötigt wird, zum Beispiel um Steuern auf die Kapitalerträge zu begleichen. Bei thesaurierenden Fonds bleiben die Dividenden im Fonds. Sie erhöhen den Wert der Fondsanteile, das Geld wird wieder angelegt, und es stellt sich ein Zinseszins-Effekt ein. Für den langfristigen Vermögensaufbau bekommen deshalb thesaurierende ETF-Fonds mehr Empfehlungen. Schließlich ist auch noch die Sparplan-Fähigkeit ein wesentliches Kriterium für die ETF-Wahl. Während manche Fonds auf einmalige oder mehrfache, aber unregelmäßige größere Einzahlungen ausgelegt sind, bieten andere die Möglichkeit regelmäßiger Abbuchungen auch kleinerer Beträge von zum Beispiel 25 Euro monatlich. Der ETF wird damit zum neuen, besseren Sparbuch, wenn auch die Anlage mit Risiken behaftet ist.

Unterschiede nach Land, Währung, Branche und mehr

Die Frage des eigenen Risikoprofils sollte ausschlaggebend sein für persönliche ETF-Empfehlungen. Sie ist wichtiger als wenige zehntel Prozent Kostendifferenz. Zunächst bietet ein ETF wie jeder Fonds automatisch eine gewisse Mischung Streuung des Risikos. Die Anlage erfolgt nämlich nicht in wenige einzelne Aktien, sondern ist breit verteilt. Wer unsicher ist, macht mit einem ETF, der den Aktienindex MSCI World nachbildet, sicher keinen Fehler. Eine Rezession in einem Land kann durch gute Konjunktur in einer anderen Region ausgeglichen werden. Notiert der Fonds in Euro, gibt es zudem kein Währungsrisiko. ETF bieten aber auch gute Möglichkeiten, eigene Vorstellungen umzusetzen: Wer zukünftige wirtschaftliche Stärke eher in Europa als in USA und China erwartet, setzt auf einen ETF, der beispielsweise den europäischen Index Stoxx Europe 600 nachbildet. Wer auf Schwellenländer wie Ungarn, die Türkei, Mexiko oder Thailand setzt, findet auch dazu passende ETF. Es gibt ETF mit speziellen Strategien, zum Beispiel Aktien von Unternehmen mit hoher Dividendenzahlung, oder nur für eine Branche, zum Beispiel die Pharmaindustrie. Mit ETF kann man nicht nur in Aktien investieren, sondern auch in Rohstoffe wie Gold, Holz oder Kaffee.

Welche ETFs kaufen?

Auf die Frage "Welche ETFs kaufen?" haben wir bereit diesen Artikel mit einigen ETF-Empfehlungen geschrieben. Ein sehr beliebter ETF Index ist der MSCI World Index. Mit einem solchen ETF kann mit einem Schlag das Risiko auf mehr als 1600 weltweite Aktien gestreut werden. Zudem sind die ETFs mit ca. 0,20% pro Jahr sehr günstig. Deutsche Anleger setzen gerne auf ETFs, die den DAX30-Aktienindex abbilden. Davon raten wir allerdings aus diesen Gründen ab.

Sparplan-Empfehlungen

Welche Sparpläne sind die günstigsten? Wo kann man langfristig Ordergebühren sparen um den Effekt der niedrigen ETF-Gebühren zu verstärken? Die Angebote der Broker unterscheiden sich. Neue Anbieter wie Trade Republic mischen derzeit den Markt mit ihrem kostenlosen Depot ordentlich auf. Aktuell stehen mehr als 280 iShares ETFs komplett kostenfrei als Sparplan zur Verfügung.

Auf die besten Sparpläne der Banken und Broker werfen wir in diesem Artikel einen genaueren Blick.  Für den Anfänger ist es vor allem wichtig erstmal mit dem ETF-Sparen zu beginnen, die Sparplankosten lassen sich auch später noch leicht durch einen Depotumzug senken.

Weiterlesen:

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Rechtliche Hinweise: Die in den Artikeln erwähnten ETFs und anderen Finanzprodukte stellen keine Kaufempfehlung dar. Wir können keine Finanzberatung oder ähnliches anbieten. Der Wert von Aktien, ETFs und ETCs, die über ein Wertpapierdepot gekauft wurden, kann sowohl steigen als auch fallen. Börsengeschäfte stellen ein erhebliches Risiko dar, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. ETFs24 haftet nicht für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden. Der Autor besitzt keinen der genannten ETFs. Keiner der Inhalte stellt ein Angebot zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.


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