Immobilien-ETF: Dividenden kassieren mit Betongold

Ein ETF auf Immobilien verspricht eine gute Rendite. Was Du für Deine Investition bekommst, hängt vom gewählten Immobiliensektor und der Anlageregion ab. Ein ETF bietet den Vorteil, dass Du keine einzelnen Immobilien erwerben musst und schon vergleichsweise geringe Beträge investieren kannst.

Immobilien-ETF: Dividenden kassieren mit Betongold

ETF auf Immobilien - schon mit geringen Beträgen möglich

Immobilien gelten als sichere Geldanlage, vor allem, wenn es sich um Wohnimmobilien in bester Lage handelt. Du kannst von der Wertentwicklung profitieren. Die ständig wachsende Nachfrage nach Wohnraum treibt die Preise für Wohnimmobilien in die Höhe. Du musst kein Haus kaufen, um es zu vermieten. Die Investition in Wohn- oder Gewerbeimmobilien kann bereits mit vergleichsweise geringen Beträgen erfolgen, wenn Du Dich für einen ETF entscheidest. Er bietet eine breite Risikostreuung.

Du investierst nicht direkt in die Objekte, sondern in die Aktien von Unternehmen, die mit dem Vertrieb oder der Bewirtschaftung der Häuser beschäftigt sind. Die im Fonds gelisteten Unternehmen werden als Real Estate Investment Trust (REIT) bezeichnet. Wie sich die Rendite auf REIT entwickelt, hängt nicht nur von der Nachfrage nach Wohn- oder Gewerbeimmobilien ab. Auch die Entwicklung der Unternehmen, die im jeweiligen Fonds gelistet sind, spielt eine Rolle. Arbeitet ein Unternehmen unwirtschaftlich, kann sich das negativ auf die Rendite auswirken. Da eine ganze Reihe von Unternehmen in einem ETF auf REIT gelistet ist, kannst Du auf eine gute Risikostreuung vertrauen. Nicht zu vergessen ist auch die Dividendenzahlung bei einigen Unternehmen. Die Dividende kann abhängig vom jeweiligen Fonds ausgezahlt oder wieder in Fondsvermögen angelegt werden.

Was Du bei einem ETF auf Immobilien beachten solltest

Du erwirbst bei der Investition in einen ETF auf REIT keine Grundstücke, Häuser oder Wohnungen und auch keine Anteile daran. Daher ist die Investition schon mit geringen Beträgen möglich. Du kannst mit einer Einmalzahlung Anteile an einem Fonds erwerben oder in einen Sparplan einzahlen. Verschiedene ETFs auf Immobilien sind sparplanfähig.

Du investierst in Aktien von Unternehmen, die im jeweiligen Indexfonds gelistet sind. Das können europäische, aber auch außereuropäische Unternehmen sein. Welche Unternehmen gelistet sind, ist abhängig vom jeweiligen Fonds und vom abgebildeten Index. Wie erfolgreich die ETFs auf REIT sind, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

  • Nachfrage nach Immobilien
  • Zinssituation für Bau- und Immobilienkredite
  • Entscheidungen der Regierungen und der Zentralbanken, beispielsweise, um den Bau und den Kauf von privatem Wohnraum zu fördern.

Entscheidend ist auch die Art der Immobilien. Gewerbeimmobilien sind deutlich weniger gefragt als Wohnimmobilien. In vielen Städten stehen zahlreiche Ladenimmobilien leer. Teilweise handelt es sich um neue Objekte in guter Lage. Ein Grund für das Ladensterben ist die wachsende Bedeutung von Online-Shops. Die Nachfrage nach Gewerbeimmobilien ist auch abhängig von der allgemeinen wirtschaftlichen Situation. In Krisenzeiten geht die Nachfrage deutlich zurück. Das wirkt sich auch auf die Rendite des jeweiligen ETFs aus. Möchtest Du in einen ETF auf Immobilien investieren, solltest Du Dich zuvor genauer informieren, in welche Objekte die gelisteten Unternehmen investieren. Du solltest Dich für einen ETF entscheiden, der vorrangig REIT für Wohnimmobilien listet.

ETF auf Immobilien: Regelmäßig Dividenden kassieren mit REITs
Eine Alternative ist ein ETF auf Immobilien. Solche ETFs enthalten Aktien von Unternehmen, die im Immobiliengeschäft aktiv sind. Diese börsennotierten Immobiliengesellschaften werden als REITs bezeichnet. In den ETFs können Titel aus der ganzen Welt enthalten sein.

Was macht einen geeigneten ETF auf REIT aus?

Es gibt verschiedene ETFs auf Immobilien. Du solltest einen Blick auf das Fondsvolumen und auf die Renditeentwicklung werfen, bevor Du investierst. Die ETFs sind oft eine Mischform aus Investitionen in Immobiliengeschäfte und Wertpapieranleihen.

REITS sind börsennotierte Unternehmen, die mit dem Besitz und der Verwaltung von Immobilien beschäftigt sind. In Deutschland sind solche ETFs erst seit 2007 verfügbar. Die gesetzlichen Bedingungen machen solche ETFs interessant für Privatanleger. Die Liquidität ist bei einem ETF höher als beim reinen Investment in Immobilien. Der Grund dafür sind die fehlenden Instandhaltungskosten. Das Gesetz schreibt vor, dass die Fremdkapitalquote für REIT nicht mehr als 55 Prozent betragen darf.

Interessant für private Anleger ist ein ETF auf REIT deshalb, da die Mindestausschüttungsquote der Dividenden bei 90 Prozent liegen muss. Du kannst also von einer attraktiven Dividendenzahlung profitieren. Mieteinnahmen und die Wertsteigerung der Objekte führen beim jeweiligen REIT zu Gewinnen. Bei der Versteuerung werden die Unternehmen begünstigt. Du solltest bei der Investition in einen ETF auf Immobilien die steuerlichen Regelungen beachten. Der Gesetzgeber schließt bei den REITs den Handel mit Immobilien und Spekulationen aus. Mindestens 75 Prozent des Gewinns müssen die im ETF gelisteten REITs passiv durch Immobilien erwirtschaften. Die Immobilienobjekte müssen mindestens 75 Prozent des Gesamtvermögens der Unternehmen ausmachen.

Immer das Risiko im Blick haben bei Immobilien-ETFs

Investierst Du in einen Fonds auf REITs, solltest Du das Risiko nicht vergessen. Mit seinen Vorgaben schließt der Gesetzgeber hohe Risiken für die privaten Anleger aus. Verschiedene Ereignisse am Immobilienmarkt und in der Wirtschaft können zu Verlusten führen. Die ETFs auf REIT sind jedoch weniger volatil als auf andere Branchen wie Energie oder Healthcare. Da die Volatilität geringer ist, eignet sich ein solcher ETF nicht nur als Beimischung für das Portfolio. Du kannst ihn auch als Sparplan oder für eine größere Investition verwenden.

Die Wahl der richtigen Region

Bei der Investition in einen ETF kommt es auf die Wahl der geeigneten Region an. In Deutschland ist der REIT-Sektor verglichen mit anderen Ländern noch wenig entwickelt. Häufig sind die deutschen REITs mit Büro- und Gewerbeimmobilien beschäftigt. Deutlich ausgeprägter ist der REIT-Sektor in den USA. Du solltest daher einen ETF auswählen, der möglichst global investiert oder auf Nordamerika ausgerichtet ist.

Beispiele einiger Immobilien-ETFs

Hier ist eine kleine Auswahl an ETFs, die in REIT investieren.


BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe UCITS ETF QD, ISIN LU1291091228, WKN A2ACQZ
Mit diesem Fonds hast Du Zugang zu börsennotierten europäischen REITs und Immobiliengesellschaften. Der Fonds ist nach geographischer Lage und Art der Immobilien diversifiziert. Er wurde im Februar 2016 aufgelegt und hat ein Volumen von 131 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,40 Prozent. Der Fonds repliziert vollständig physisch. Er ist ausschüttend und zahlt die Dividende quartalsweise aus. Die Rendite hat sich zuletzt mit -17,88 Prozent negativ entwickelt.

SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF Accumulating, ISIN IE00BH4GR342, WKN A2PRUC
Mit diesem ETF hast Du Zugang zu REITs, aber auch zu REOCs, die auf die Entwicklung von Immobilien und die Kapitalgewinnung konzentriert sind. Dieser Fonds bietet Zugang zu weltweiten Unternehmen. Er wurde erst im Oktober 2019 aufgelegt und hat nur ein Volumen von 3 Millionen Euro. Er repliziert physisch mit optimiertem Sampling. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,40 Prozent. Dieser Fonds ist thesaurierend. Auch hier ist die Rendite mit -26,38 Prozent negativ.

Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF Dist (EUR), ISIN LU1832418773, WKN LYX0Y2
Dieser Fonds investiert in die größten börsennotierten Immobilienunternehmen aus Industrieländern weltweit. Er besteht bereits seit Januar 2010, doch hat er nur ein Volumen von 88 Millionen Euro. Die Gesamtkostenquote liegt bei 45 Prozent. Die Replikation erfolgt synthetisch. Der Fonds ist ausschüttend und zahlt die Dividende halbjährlich aus. Die Rendite liegt aktuell bei -21,16 Prozent.

Fazit: ETFs auf Immobilien bringen gute Dividende

Die Nachfrage nach Immobilien steigt, doch gilt das nur für Wohnimmobilien. Investierst Du in einen ETF auf Immobilien, sind zumeist auch Gewerbeimmobilien enthalten. Die Unternehmen, die im Fonds gelistet und mit der Bewirtschaftung von Immobilien beschäftigt sind, werden als REIT bezeichnet. Aufgrund der strengen gesetzlichen Vorgaben sind solche ETFs für Privatanleger interessant. Du kannst von einer guten Dividendenzahlung profitieren. Bevor Du einen Fonds auswählst, solltest Du darauf achten, welche REITs darin gelistet sind. Eine Vielzahl von ETFs macht die Auswahl schwierig. Du kannst langfristig und mit größeren Beträgen investieren, da solche ETFs weniger volatil sind als ETFs auf verschiedene andere Branchen.

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