ETFs: Der DAX Aktien Index

ETFs: Der DAX Aktien Index

Der DAX® Index ist neben dem MDAX® und SDAX® der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Er spiegelt gemessen an der Kapitalisierung die 30 größten Aktienunternehmen (sog. Blue Chips) der deutschen Wirtschaft wieder.

Vorteile eines DAX-ETFs

Einen Index kann man nicht direkt an der Börse kaufen, jedoch kann man mit einem DAX-ETF das eigene Depot um deutschen Aktienwerte erweitern. Ein ETF, also ein passiver Indexfond, macht es sich zum Ziel, einen Index so genau wie möglich nachzubilden. Sowohl die vertretenen Aktien als auch die jeweilige Gewichtung ist für Investoren transparent und in sog. Fact Sheets des jeweiligen Index-Anbieters leicht auf z. B. deren Websites nachzulesen. Neben der Transparenz eines Dax-ETFs gibt es einen weiteren entscheidenen Vorteil: Sie sind deutlich günstiger als aktiv gemanagte Investmentfonds. Während traditionelle Fonds schnell den Anlegern 1-3% Gebühren pro Jahr kosten können, sind es bei passiven Indexfonds in der Regel weniger als 0,10% pro Jahr. Für langfristige Sparer macht das einen gewaltigen Unterschied bei dem durch Kosten verlorenem Kapital am Ende der Laufzeit.

DAX®-ETFs sind günstig

Bei großen bzw. sehr liquiden Aktienmärkten können die ETF-Anbieter ihre Fonds zu sehr geringen Gebühren anbieten. Aus diesem Grund ist liegt die jährliche Gebührenquote (TER) beim günstigsten DAX-ETF, dem ComStage DAX TR UCITS ETF, bei nur 0,08%. Auf Rang zwei folgt db x-trackers DAX UCITS ETF (DR) 1C mit 0,09%. Gemessen am Volumen is der iShares Core DAX UCITS ETF (DE). Er beinhaltet knapp 8,4 Milliarden Euro.

Die Strategie macht den Unterschied

Wie unterscheiden sich traditionelle Investmentfonds strategisch gegenüber einem passiven DAX-ETF? Investmentfonds werben vor allem damit “den Markt schlagen zu können”. Also eine Outperformance erzielen zu können. Das schaffen sie angeblich durch Research/Analysen. Wenn der Markt fällt schichten sie z. B. das Kapital von riskanteren Aktien in sichere Aktien, Anleihen oder Rohstoffe um und wenn der Markt steigt, dann tun sie das Gegenteil. Schön und gut, nur haben unzählige Studien gezeigt, dass das eben nicht so gut funktioniert wie es sich anhört. Es gab in der Vergangenheit nur sehr sehr sehr wenige bis gar keine Fonds, die mehr als 5 Jahre in Folge den Markt schlagen konnten. Aber wie kommt das? Zum einen sind solche Fonds durch ihre Gebühren relativ teuer. Wenn ein Fonds den Dax abbildet und dafür 2% pro Jahr kostet, dann muss der Fondmanager erstmal diese 2% verdienen um überhaupt wieder den Anschluss zum Index zu finden.

Hinzu kommt, dass große Investmentfonds lange brauchen bis sie Kapital in veränderter Marktlage umgeschichtet haben. Zig Millionen bis Milliarden Euro schichtet man nicht mal eben in ein paar Minuten um. Das ist ein Prozess von Tagen, Wochen, wenn nicht gar Monaten. In dieser Zeit kann der Markt aber schon dreimal seine Richtung wieder geändert haben.

Ein DAX-ETF ist also vorallem für diejenigen interessant, die mit der durchschnittlichen deutschen Marktperformance zufrieden sind und daran glauben, dass sich der Index in einigen Jahren über dem heutigen Kursstand befindet. Das ganze hin und her der Fondmanager mit ihren Strategien kann eine Outperformance bringen, es kann aber auch am Ende des Tages einfach Geld kosten. Welcher Investmentfond eine Überrendite erzielt kann man vorher schlicht nicht wissen. Von daher ist man vermutlich besser damit aufgehoben die Marktentwicklung mit ETFs in seinem Depot abzubilden. Mit Sparplänen geht das schnell, einfach und kostengünstig.

Alternative zum DAX-ETFs

Wer viel Kapital in deutsche Blue Chips investieren möchte, der kann als Alternative zu ETFs auch versuchen die DAX 30-Aktien selbst zu kaufen. Der unmittelbare Vorteil von so einem Selfmade-DAX-Depot sind die eingesparten ETF-Gebühren. Bei einem Aktienkauf würden lediglich die Transaktionskosten beim Broker durch Kauf und Verkauf anfallen. Wieviel das letztendlich sparen würde sollte man vorher genau ausrechnen. Bei ETF-Gebühren von um die 0,08% muss das investierte Kapital schon gewaltig sein damit sich das trotzdem noch lohnt.

DAX-Aktien selbst zu kaufen hat ausserdem noch entscheidene Nachteile:

  1. Aufwändig in der Umsetzung: Wenn man alle Aktientitel selbst kauft, sind es mindestens 30 Börsen-Trades. Beim ETF ist es nur einer. Auch kann sich die Dax-Index-Zusammensetzung jederzeit ändern und sowohl Gewichtung der Titel als auch die Auswahl der Firmen kann und wird sich im Laufe der Zeit verändern. Man wird bei dieser Methode also immer mal wieder sein Depot etwas umschichten müssen oder lebt damit, dass man die DAX-Performance nicht mehr haargenau verfolgt.
  2. Mehrkosten bei den Transaktionskosten: Dadurch, dass es mindestens 30 initiale Trades (plus die Trades durch spätere Indexänderungen) sind, schlagen hier die Kauf-und -Verkaufsgebühren des Brokers plus eine eventuelle Börsenplatzgebühr voll zu buche. Diese Gebühren relativieren sich erst wieder umso mehr, desto länger die geplante Haltedauer der Aktien ist.

Weiterlesen:

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