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ETF-Glossar: Alle Begriffe die Anleger kennen müssen

ETF-Glossar: Alle Begriffe die Anleger kennen müssen

NAV? Swap? UCITS? In der ETF-Branche wimmelt es nur so von Fachbegriffen die jeder schon mal gehört haben sollte, der sich für Indexfonds interessiert. Die wichtigsten Begriffe versuchen wir hier kurz und knapp zu erläutern.

BaFin:
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht soll im öffentlichen Interesse ein funktionsfähiges, stabiles, transparentes und integres Finanzsystem in Deutschland gewährleisten. Sie kontrolliert Veröffentlichungs- und Prospektpflichten von Kapitalgesellschaften und untersucht Insiderhandel, Marktmanipulationen, Geldwäsche und vieles mehr. Ihre Hauptbereiche sind die Kontenaufsicht, Bankenaufsicht, Versicherungsaufsicht und die Wertpapieraufsicht.

Cross-Average-Effekt:
So beschreibt man den Durchschnittskurs, der beim regelmäßigen Anlegen bei z. B. einem ETF-Sparplan entsteht. Beim einmaligen Anlegen einer größeren Summe besteht immer die Gefahr den Börsenmarkt zu einem schlechten Zeitpunkt zu betreten. Wenn man die Summe hingehen gleichmäßig über einige Monate aufteilt, kann dieses Risiko minimiert werden.

Diversifikation:
Streuung des Kapitals über möglichst unabhängige Anlageformen (Assets) wie Aktien, Rohstoffe, Anleihen und Immobilien. Selbst innerhalb eines Assets kann das Geld nochmal über Regionen und Sektoren gestreut werden. Bekannteste Portfolio-Strategie mit dem Ziel einer hohen Diversifikation ist das Weltportfolio.

Dividende:
Die Dividende ist der Gewinn auf eine Aktie bei einer Gewinnausschüttung eines Unternehmens. Diese kommt in Deutschland meist jährlich bei vielen Aktiengesellschaften vor. Über die Höhe der Dividende entscheidet die Hauptversammlung.

Exchange Traded Commodities (ETCs):
Schuldverschreibungen ohne Laufzeitbegrenzung, die die Entwicklung von Rohstoffen oder Rohstoffindizes nachbilden. Rohstoff-ETFs bilden dagegen die Aktien der Firmen ab, die Rohstoffe abbauen und verarbeiten.

Exchange Traded Funds (ETFs):
Börsengehandelte Indexfonds die einen Referenzindex wie z. B. den DAX 30 oder MSCI World Index so genau wie möglich abzubilden. Bei der Abbildung kommen folgende Arten zum Einsatz: Physisch, physisch optimiert, swap. Letztere kann für den Anleger mehr Risiko bedeuten im Falle einer Insolvenz der bei der ETF-Abbildung beteiligten Parteien.

Fondsmanager:
Fondsmanager kommen bei aktiv gemanagten Fonds ins Spiel. Sie steuern den Fond nach einer Strategie und nach Marktlage. Sie können z. B. das im Fond investierte Kapital der Anleger umschichten und die Gewichtungen anpassen. Sie sind das Gegenteil von passiv gemanagten Fonds, den ETFs.

Indikativer Net Asset Value (iNAV):
Es ist der innere Wert eines ETFs, also der Nettoinventarwert des gesamten Sondervermögens. Im Gegensatz zu herkömmlichen Fonds wo dieser Wert nur einmal täglich berechnet wird, wird dieser bei ETFs fortlaufend indikativ berechnet.

Index:
Ein Index bildet den Wert einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren ab. Die Wertpapiere einer Gruppe haben bestimmte Ähnlichkeiten wie Region, Marktkapitalisierung, Bilanzkennzahlen, Branchensektor oder Dividendenstrategie. Die in Deutschland bekanntesten Indizes sind der DAX, MDAX, SDAX und TecDax.

Net Asset Value (NAV):
Der NAV oder auch Nettoinventarwert, wird täglich von der jeweiligen Fondsgesellschaft berechnet. Es ist die Gesamtsumme aus allen Vermögensgegenstände eines normalen Investmentfonds, ohne die Verbindlichkeiten. Der NAV liegt meist sehr nah am sog. iNAV.

Market Maker:
Ein Marketmaker hat sich vertraglich dazu verpflichtet, für einen bestimmten ETF jederzeit An- und Verkaufspreise mit einem maximalen Spread und einem gewissen Mindestvolumen an der Börse zu stellen. Sie erhöhen die Liquidität eines Indexfonds.

Sondervermögen:
Das Kapital, dass Anleger durch z. B. den Kauf eines ETFs einer Investmentgesellschaft geben. Es ist getrennt vom Vermögen der Gesellschaft. Das hat den Vorteil, dass es im Falle einer Insolvenz für Anleger geschützt ist.

Spread:
Als Spread (oder auch Handelsspanne) wird die Differenz zwischen Geld- und Briefkurse bezeichnet. Je liquider ein Wertpapier ist, desto geringer ist der Spread. Ein Market Maker verpflichtet sich bei ETFs zu einem maximalen Spread.

Swap:
Ein Abkommen zwischen zwei Partnern über den Tausch der Wertentwicklung einer Gruppe von Aktien mit der Wertentwicklung eines vorher definierten Index. Swaps sind derweil auf dem Rückzug, da Anleger aufgrund der theoretisch schlechteren Sicherheit lieber zu physisch abgebildeten Indexfonds greifen.

Total Expense Ratio (TER):
Die TER oder auch Gesamtkostenquote zeigt an, welche Kosten insgesamt jährlich für den Anleger anfallen. Sie beinhaltet die Fixkosten und die Verwaltungsgebühren des Fonds und wird täglich anteilig in den Kurs des ETFs mit eingepreist.

Tracking Error:
Eine statistische Größe für die Abweichung eines ETFs von seinem Referenzindex/Benchmarkindex. An dieser Zahl kann man ablesen, wie effizient ein solcher Fond bei der Abbildung war.

Undertakings for Collective Investments in Transferable Securities (UCITS):
UCITS oder auch im Deutschen Organismus für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (OGAW) genannt, ist eine EU-Regelung für Investmentfonds. UCITS-konforme Fonds erfüllen diverse Voraussetzungen bei der Transparenz und Risiko. Zum Beispiel ist die Fondgesellschaft verpflichtet ein Verkaufsprojekt inkl. Gebühren, Anlagestrategie, Performance und der Besteuerung für potenzielle Investoren herauszugeben. In Deutschland kontrolliert wird diese Regelung von der BaFin.

Weltportfolio:
Ein global diversifiziertes Aktienportfolio. Rohstoffe, Edelmetalle, Anleihen und Immobilien können die Risikostreuung zusätzlich verbessern.

Tipp: Bei der Consorsbank* gibt es mehr als 220 ETFs als komplett kostenlosen Sparplan. Darunter sind eine breite Palette ETFs von Anbietern wie iShares, Lyxor, db x-trackers, Amundi und BNP.

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