Blockchain ETF - in die digitale Zukunft investieren

Um den Bitcoin ist es in der letzten Zeit etwas still geworden, doch digitale Devisen sind deswegen nicht in Vergessenheit geraten. Viele Kryptowährungen basieren auf einer Blockchain, einer Art digitalem Journal. Mit dem ersten ETF kannst Du inzwischen in die Blockchain-Technologie investieren.

Blockchain ETF - in die digitale Zukunft investieren

Die Blockchain als Datenbank-Technologie

Was ist eine Blockchain überhaupt? Wer glaubt, er würde mit einem Blockchain-ETF in Bitcoin oder andere digitale Devisen investieren, der irrt. Es gibt noch keinen ETF auf Bitcoin. Die Blockchain ist nicht nur die Basis von Bitcoin und zahlreichen anderen Kryptowährungen. Sie ist vielmehr eine Datenbank-Technologie, die auch in verschiedenen anderen Bereichen genutzt werden kann. Die dezentrale Datenbank setzt sich aus einer Liste von Transaktionsdatensätzen zusammen. Das macht sie so sicher und nicht manipulierbar. Blöcke von Transaktionen werden rückwärts verkettet. Da alle Transaktionen erfasst werden, ist Transparenz gewährleistet. In jedem Block ist eine Referenz auf den vorangehenden Block enthalten. Das Spektrum der Anwendungsgebiete wird immer breiter. Inzwischen wird diese Technologie nicht nur bei Kryptowährungen, sondern auch von

  • Versicherungen
  • Gesundheitswesen
  • Mobilität
  • internationalen Zahlungen

angewendet. Wie Blockchains im Detail funktionieren und für welche Einsatzzwecke sie noch zukünftig eingesetzt werden können, beschreibt Dr. Julian Hosp anschaulich in seinem Buch "Blockchain 2.0 einfach erklärt – mehr als nur Bitcoin: Gefahren und Möglichkeiten aller 100 innovativsten Anwendungen durch Dezentralisierung, Smart Contracts, Tokenisierung und Co. einfach erklärt"*.

Da die Zahl der Anwendungsmöglichkeiten und das Interesse an dieser Technologie immer größer wird, ist die Investition in einen solchen ETF zukunftsträchtig. Du kannst langfristig mit einem soliden Wachstum rechnen.
Sogar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat im Oktober 2019 ein Wertpapierprospekt für ein Security Token Offering (STO) genehmigt. Die Ausgabe von digitalen Wertpapieren ist damit möglich. Da diese digitalen Wertpapiere mit realen Werten unterfüttert sind, fallen sie in den Aufgabenbereich der Regulierungsbehörden. Die Investment-Branche kann damit revolutioniert werden.

Ein Beispiel dafür sind klassische Verbriefungen. Bisher lohnten sich Investments aufgrund der hohen Stückkosten nur bei hohen Anlagebeträgen. Die Stückkosten werden durch diese neuartige Datenbanktechnologie erheblich gesenkt. So eröffnen sich auch neue Möglichkeiten für Privatanleger, die nur kleine Beträge investieren wollen.

ETFs in der Blockchain
Die Blockchain-Technologie macht Transaktionen schnell und einfach und kann mehr als nur Bitcoin unterstützen. Blockchains transformieren bereits Zahlungen, und Sie werden vielleicht bald mehr Mainstream-Bankdienstleistungen sehen, die auf Blockchain basieren. Was ist Blockchain? Blockchain ist ein…

Vorteile für verschiedene Branchen mit der Blockchain-Technologie

Die neuartige Technologie wird aufgrund ihrer vielfältigen positiven Eigenschaften wie Sicherheit, Dezentralität und Transparenz für viele Branchen interessant. Investierst Du in einen ETF auf Blockchain, könntest Du vermutlich bald von Kurssteigerungen profitieren. Bislang gibt es jedoch nur einen ETF auf diese Technologie. Das könnte sich künftig ändern, wenn sich diese digitale Technologie weiterhin durchsetzt und andere Branchen erfasst.

Ein wichtiges Anwendungsgebiet, in dem die dezentrale Datenbank immer mehr an Bedeutung gewinnt, ist die Finanzbranche. Auch in der Logistik eröffnen sich verschiedene Anwendungsgebiete. In Datenbanken könnten Informationen über ein Produkt von der Herstellung bis hin zur Inbetriebnahme beim Käufer gesammelt werden. Die Informationen über das Produkt würden allen Teilnehmern der Lieferkette zur Verfügung stehen. Eine effizientere Gestaltung von Abläufen wäre möglich. Verschiedene große Logistik-Unternehmen wie DHL, UPS oder Fedex experimentieren schon mit verschiedenen Ansätzen.

Der erste ETF auf die Blockchain

Inzwischen gibt es den ersten ETF auf die Blockchain:

Invesco Elwood Global Blockchain UCITS ETF A, ISIN IE00BGBN6P67, WKN A2PA3S
Anders als verschiedene windige Initial Coin Offerings (ICOs), die am grauen Kapitalmarkt gehandelt werden, bietet der in Irland beheimatete ETF Zugang zu großen börsennotierten Unternehmen weltweit aus Industrie- und Schwellenländern, die im Ökosystem der Blockchain tätig sind. Diese Unternehmen können heute oder zukünftig von dieser Technologie profitieren.
Aktuell sind in diesem Fonds 47 Unternehmen aus verschiedenen Branchen enthalten. Die Branchen sind mit unterschiedlichen Anteilen im ETF verteilt:

  • IT-Branche 46,3 Prozent
  • Finanzsektor 21,5 Prozent
  • Kommunikationsbranche 13,7 Prozent
  • Materialien 8,2 Prozent
  • Nicht-Basiskonsumgüter 7,1 Prozent

Du siehst also, dass Bitcoin bei diesem Fonds keine Rolle spielt. Unabhängig vom Bitcoin als digitaler Devise Nummer eins setzt sich die Blockchain durch.

ETF mit guter Performance

Der neue Fonds wurde erst am 11. März 2019 aufgelegt. Das Fondsvolumen ist daher mit 59 Millionen Euro noch vergleichsweise gering. Die Renditeentwicklung ist jedoch erstaunlich. Bereits innerhalb von sechs Monaten, von Juni bis November 2019, konnte der Fonds um 13,1 Prozent zulegen. Noch erstaunlicher ist die Renditeentwicklung innerhalb eines Jahres. Die Rendite liegt aktuell bei 24,32 Prozent.

Verglichen mit dem
iShares Core MSCI World UCITS ETF USD (Acc), ISIN IE00B4L5Y983, WKN A0RPWH

konnte der neue Fonds auf die Blockchain eine noch bessere Wertsteigerung in den letzten Monaten verzeichnen. Beide ETFs mussten im März 2020 erhebliche Kursverluste hinnehmen. Ein Grund dafür könnte die weltweite Corona-Krise sein. Inzwischen haben sich die beiden ETFs wieder erholt, wobei die Erholung des ETFs auf die Blockchain deutlich besser als beim ETF auf den MSCI World ausfällt.

Der neue Fonds hat eine Gesamtkostenquote von 0,65 Prozent. Er repliziert physisch durch optimieres Sampling. Der Emittent Invesco investiert nur beispielhaft in die liquidesten Aktien mit der höchsten Marktkapitalisierung. Da der ETF thesauriert und die Dividende immer in Fondsvermögen reinvestiert wird, kannst Du vom Zinseszinseffekt profitieren. Der Fonds ist auch für einen Sparplan geeignet.

Breite Risikostreuung durch globales Investment

Da der Invesco-ETF auf die Blockchain global investiert, kannst Du von einer breiten Risikostreuung profitieren. Auch wenn gegenwärtig nur 47 Unternehmen gelistet sind, enthält der Fonds Aktien aus vielen Ländern. Die Aufteilung nach Ländern sieht folgendermaßen aus:

  • USA 36,52 Prozent
  • Japan 26,48 Prozent
  • Industrieländer aus dem übrigen Asien 18,86 Prozent
  • Großbritannien 5,59 Prozent
  • Schwellenländer aus Asien 4,02 Prozent
  • Naher Osten 2,67 Prozent
  • Kanada 2,14 Prozent
  • Europa ohne Eurozone 1,39 Prozent
  • Australasien 1,30 Prozent
  • Eurozone 1,23 Prozent

Die wichtigsten gelisteten Unternehmen sind

  • Overstock.com Inc aus den USA als Hersteller zyklischer Konsumgüter
  • Kakao Corp. aus Südkorea als Kommunikationsunternehmen
  • Taiwan Semiconductor Manufactoring Co. Ltd. aus Taiwan als Technologie Unternehmen
  • GMO internet inc. aus Japan als Kommunikationsunternehmen
  • CME Group Inc. Class A aus den USA als Finanzunternehmen
  • Global Unichip Corp aus Taiwan als Technologie-Unternehmen
  • Square Inc. Class A aus den USA als Technologie-Unternehmen
  • NAVER Corp. aus Südkorea als Kommunikationsunternehmen
  • NTT Data Corporation aus Japan als Technologie-Unternehmen
  • Rio Tinto plc aus Großbritannien als Hersteller von Grundmaterialien

Bislang noch kein reiner ETF auf Bitcoin

Es ist keine Frage, dass in Zukunft noch weitere ETFs auf die Blockchain aufgelegt werden. Einen ETF auf Bitcoin gibt es noch nicht, auch wenn das Interesse der Anleger schon seit einiger Zeit vorhanden ist. Anträge auf einen Bitcoin-ETF gingen bereits seit 2016 bei der US-amerikanischen Securities and Exchange Commission (SEC) ein. Alle Anträge wurden jedoch zurückgewiesen. Inzwischen wurden schon mehr als zehn Vorschläge abgelehnt. Die Finanzaufsichtsbehörde begründet die Ablehnung damit, dass ein ETF erst dann aufgelegt werden könne, wenn die Anleger ausreichend vor Marktmanipulationen geschützt sind. Im Rahmen der jüngsten Ablehnung werfen einige Befürworter der digitalen Devise der SEC vor, gegen Kryptowährungen voreingenommen zu sein.

Bitcoin wird von der Kommission im Vergleich zu anderen Finanzprodukten als anfälliger für Manipulationen eingeschätzt. Einige Experten betrachten den Bitcoin-Markt aufgrund seiner Marktkapitalisierung von 160 Milliarden US-Dollar als zu klein. Die Zahl der im Umlauf befindlichen Bitcoins steht einer kleinen Zahl an Investoren gegenüber. Diese Bitcoin-Adressen besitzen große Mengen an der digitalen Währung. Nach Meinung einiger Experten müsste der Bitcoin-Kurs deutlich ansteigen, um Manipulationen zu vermeiden. Um eine höhere Sicherheit zu gewährleisten, wäre auch eine stärkere Überwachung denkbar.

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Fazit: ETF auf Blockchain zeigt gute Performance

Bislang gibt es nur einen ETF auf die Blockchain. Er wurde vom irischen Emittenten Invesco aufgelegt und überzeugt mit einer starken Renditeentwicklung. Der ETF investiert nicht in Bitcoin, sondern in Unternehmen weltweit aus Industrie- und Schwellenländern, die in irgendeiner Weise aktuell oder später von der Blockchain profitieren können. Der ETF ist thesaurierend und eignet sich auch für einen Sparplan. Da zahlreiche Branchen Interesse an der Blockchain haben, könnten künftig weitere Blockchain-ETFs herausgebracht werden.

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