ETF auf Immobilien: Regelmäßig Dividenden kassieren mit REITs

Eine Alternative ist ein ETF auf Immobilien. Solche ETFs enthalten Aktien von Unternehmen, die im Immobiliengeschäft aktiv sind. Diese börsennotierten Immobiliengesellschaften werden als REITs bezeichnet. In den ETFs können Titel aus der ganzen Welt enthalten sein.

ETF auf Immobilien: Regelmäßig Dividenden kassieren mit REITs

Immobilien gelten als sichere Geldanlagen. Nicht jeder hat jedoch das Geld, Immobilien in physischer Form zu erwerben. Eine Alternative ist ein ETF auf Immobilien. Solche ETFs enthalten Aktien von Unternehmen, die im Immobiliengeschäft aktiv sind. Diese börsennotierten Immobiliengesellschaften werden als REITs bezeichnet. In den ETFs können Titel aus der ganzen Welt enthalten sein.

Besonderheiten von ETFs auf Immobilien

Investierst Du in einen ETF auf Immobilien, erwirbst Du keine Grundstücke, Wohn- oder Gewerbeimmobilien und auch keine Anteile daran, so wie es bei einem Immobilien-Investmentfonds der Fall ist. Du investierst in Aktien von Unternehmen, die im Immobiliengeschäft tätig sind. Diese Unternehmen werden als REITs (Real Estate Investment Trusts) bezeichnet. Eine gute Risikostreuung ist bei einem solchen ETF gewährleistet, da Aktien von mehreren REITs enthalten sind. Diese Anlageform hat inzwischen viele Anhänger gefunden. Du kannst in europäische und internationale ETFs investieren. Der Erfolg solcher ETFs ist von verschiedenen Faktoren abhängig:

  • Nachfrage nach Wohnraum
  • günstige Zinsen für Bau- und Immobilienkredite
  • verschiedene Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB).

Neben Aktien von REITs, die vorrangig mit Wohnimmobilien beschäftigt sind, kann ein ETF auch Aktien von Unternehmen enthalten, die auf Gewerbeimmobilien spezialisiert sind. Bei diesen Unternehmen kann es zu Einbußen kommen. Im Gegensatz zu Mietobjekten für Wohnzwecke stehen viele Gewerbeimmobilien leer. Häufig ist es schwer, Mieter für solche Objekte zu finden.

Schwierigkeiten bei Gewerbeimmobilien

Mietzahlungen für Gewerbeobjekte sind oft an Umsätze gekoppelt. Erzielt ein Ladeninhaber hohe Umsätze, können die Immobilienunternehmen gute Einnahmen erzielen. Das ist allerdings nicht immer gewährleistet. Bei Ladengeschäften ist ein Rückgang bei der Nachfrage zu verzeichnen, da immer mehr Verbraucher den Online-Handel nutzen. Auch die aktuelle Corona-Krise wirkt sich auf die Gewerbeimmobilien aus. Aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten angesichts der Krise hat die Bundesregierung Regeln erlassen, die es Mietern von Gewerbeimmobilien erlauben, ihre Mietzahlungen auszusetzen. Das macht sich bei den Einnahmen der REITs, die mit Gewerbeimmobilien beschäftigt sind, bemerkbar. Die Mietausfälle können sich auch beim Kurs für den ETF bemerkbar machen.

Warum sich eine Investition in einen Immobilien-ETF lohnen kann

Aus mehreren Gründen kann sich eine Investition in einen ETF mit Aktien von REITs lohnen. Die Nullzinspolitik der EZB führt zu niedrigen Zinsen für Bau- und Immobilienkredite. Sie ist ein hoher Anreiz für die Investition in den Immobilienmarkt. Das betrifft in erster Linie Wohnimmobilien. Die Nachfrage nach Wohnungen ist ungebrochen. Da es sich bei Immobilien um Sachwerte handelt, sind sie auch bei einer stärkeren Inflation besser geschützt. Sie sind weniger von Schwankungen auf dem Kapitalmarkt betroffen als nicht greifbare Investitionsobjekte.

Zwischen dem Immobilienmarkt und Aktien sowie Anleihen bestehen nur wenige Zusammenhänge. Die Wertentwicklung von Immobilien hängt von verschiedenen Einflüssen ab, die für Aktien nicht zutreffen. Bei Wohn- und Gewerbeimmobilien ist der Standort ein wichtiger Faktor. Er hat bei Aktien keine oder nur eine untergeordnete Bedeutung.

ETF auf REITs - gute Alternative für Kleinanleger

Kleinanleger haben nicht das Geld, um Mietwohnungen als Geldanlage zu erwerben. Die Rendite bei Mietobjekten steigt, wenn die Mieten schneller steigen als die Kosten für eine Immobilie. Wird die Miete regelmäßig gezahlt, stellt sie ein attraktives Einkommen dar. Vermieter müssen aus verschiedenen Gründen immer mit Mietausfällen rechnen. Investierst Du in einen ETF mit Immobilien, hast Du dieses Problem nicht. Schon mit vergleichsweise geringen Beträgen kannst Du Anteile an einem ETF auf REITs erwerben. Du investierst auf Umwegen in den Immobilienmarkt und kannst von der Wertentwicklung profitieren. Die ETFs zeichnen sich durch Kosten im mittleren Segment und eine attraktive Rendite aus.

Kriterien für ETFs auf Immobilien

ETFs auf Immobilien stellen häufig eine Mischform zwischen Investitionen in verschiedene Immobiliengesellschaften und Wertpapieranleihen dar. Bei den REITs handelt es sich um börsennotierte Kapitalgesellschaften, die sich um den Besitz und die Verwaltung von Immobilien kümmern. ETFs auf REITs sind eine noch relativ neue Investitionsmöglichkeit. Sie werden in Deutschland erst seit 2007 angeboten. Aufgrund der gesetzlichen Bedingungen sind sie für Privatanleger interessant. Sie bieten eine höhere Liquidität als das reine Immobilieninvestment. Die Instandhaltungskosten fallen weg. Die Fremdkapitalquote für REITs darf nur maximal 55 Prozent betragen.

Für in Deutschland notierte REITs ist die Mindestausschüttungsquote der Dividenden auf 90 Prozent festgelegt. Gewinne werden durch Wertsteigerungen der Objekte und durch Mieteinnahmen erzielt. Unternehmen werden bei der Versteuerung begünstigt. Investierst Du in einen solchen ETF, musst Du die Regelungen für die Steuern beachten. Der Gesetzgeber schließt bei den REITs Spekulationen oder den Handel mit Immobilien aus. Die Gesellschaften müssen mindestens 75 Prozent des Gewinns passiv durch Immobilien erwirtschaften. Darüber hinaus müssen die Immobilienobjekte mindestens 75 Prozent des Gesamtvermögens ausmachen.

Risiken bei der Investition in Immobilien-ETFs

Der Gesetzgeber schließt mit verschiedenen Vorgaben für die ETFs hohe Risiken für private Anleger aus. Dennoch kann es aufgrund verschiedener Ereignisse in der Wirtschaft und auf dem Immobilienmarkt zu Verlusten kommen. Die Volatilität ist jedoch geringer als bei ETFs auf andere Branchen, beispielsweise auf die Öl- und Energiebranche oder auf die Pharmabranche. Daher sind solche ETFs auch gut für eine längerfristige Anlage und für größere Investments geeignet.

Die Ausrichtung von ETFs auf REITs

Die ETFs auf Immobilien können unterschiedlich ausgerichtet sein. Die Wertentwicklung und das Risiko sind abhängig von der Ausrichtung. Kommt es Dir auf eine breite Risikostreuung an, solltest Du in einen ETF investieren, der international ausgerichtet ist. Neben einem globalen Investment können sich die ETFs auch auf Europa, auf die Eurozone oder auf Nordamerika konzentrieren.
Du kannst bei einem solchen ETF von einer guten Dividendenausschüttung profitieren. Die Ausschüttung erfolgt oft vierteljährlich. Unterschiede gibt es bei den ETFs auch bei der Art der enthaltenen Objekte. Das können Wohnflächen für die private Nutzung, aber auch gewerblich genutzte Objekte wie Einkaufszentren oder Verkaufsflächen sein. Abhängig vom ETF schwanken die Anteile. Das Risiko und die Rendite werden bei den Einkaufszentren vom Konjunkturzyklus beeinflusst.

Eine Auswahl an ETFs auf Immobilien


iShares STOXX Europe 600 Real Estate UCITS ETF (DE), ISIN DE000A0Q4R44, WKN A0Q4R4

Dieser Fonds ist sparplanfähig und hat mit 52 Millionen Euro ein vergleichsweise geringes Volumen. Er repliziert vollständig physisch und enthält nur 26 Aktien. Er wurde in Deutschland aufgelegt und besteht seit September 2006. Der ETF ist ausschüttend. Die Ausschüttung erfolgt einmal jährlich. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,46 Prozent. Die Rendite hat sich mit -13,76 Prozent zuletzt negativ entwickelt.


SPDR Dow Jones Global Real Estate UCITS ETF, ISIN IE00B8GF1M35, WKN A1J3PB

Dieser sparplanfähige ETF bietet Zugang zu US-amerikanischen Immobilien. Er wurde im Oktober 2012 aufgelegt und hat ein Volumen von 755 Millionen Euro. Er repliziert physisch durch Sampling und hat eine Gesamtkostenquote von 0,40 Prozent. Die Ausschüttung erfolgt bei diesem Fonds quartalsweise. Zuletzt hat sich die Rendite mit -19,41 Prozent negativ entwickelt.


iShares Developed Markets Property Yield UCITS ETF, ISIN IE00B1FZS350, WKN A0LEW8


Dieser Fonds bietet Zugang zu REITs aus entwickelten Ländern der ganzen Welt außer Griechenland. Er repliziert vollständig physisch. Die Gesamtkostenquote liegt bei 0,59 Prozent. Der im Oktober 2006 aufgelegte Fonds hat ein beachtliches Volumen von 1.723 Millionen Euro. Die Ausschüttung erfolgt bei diesem sparplanfähigen Fonds quartalsweise. Die Rendite war auch hier zuletzt mit -17,53 Prozent negativ.

Der ETF-Sparplan-Vergleich: Welcher ist der Beste?
Mit einem ETF-Sparplan kannst Du mit geringen monatlichen Einzahlungen langfristig ein gutes Vermögen aufbauen. Der Vergleich hilft Dir, den für Dich besten Sparplan auszuwählen. Neben geringen Kosten kommt es auf die enthaltenen Leistungen an.

Fazit: ETFs auf Immobilien als interessante Investitionsmöglichkeit

ETFs auf Immobilien sind durch verschiedene gesetzliche Vorgaben gekennzeichnet, um private Anleger zu schützen. Langfristig kann sich eine Investition auszahlen, da die Nachfrage nach Wohnimmobilien steigt. Die ETFs enthalten jedoch auch Aktien von REITs, die sich mit Gewerbeimmobilien beschäftigen. Hier besteht ein höheres Risiko. Die ETFs können global, aber auch auf Nordamerika, Europa oder die Eurozone ausgerichtet sein.

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