Ein Leitfaden zu Russland-ETFs

Ein Leitfaden zu Russland-ETFs

Russland ist nach seinem explosiven Wachstum von 700% zwischen 2001 und 2006 zu einem der wichtigsten Schwellenländer und Mitglied der so genannten BRIC-Staaten geworden: Angetrieben von großen Rohölreserven und marktwirtschaftlichen Initiativen wurde das Land zu einem beliebten Ziel für viele Investoren, die militärische Intervention des Landes in der Ukraine und ein Rückgang der Rohstoffpreise haben seine Aussichten im Jahr 2014 und darüber hinaus beeinträchtigt, aber Investoren sollten die 1,3 Billionen Dollar Wirtschaft im Auge behalten.

Die Aktien in Russland werden über das russische Handelssystem (RTS) gehandelt, das 1995 als erster regulierter Aktienmarkt Russlands gegründet wurde, und seither hat sich die Börse um eine breite Palette von Finanzinstrumenten erweitert, die von Aktien bis hin zu Warentermingeschäften reichen: Die RTS-Börsen sind von 10:00 bis 11:50 Uhr Moskauer Zeit (GMT+3) geöffnet und Wertpapiere werden in russischen Rubel gehandelt.

Wie man russische Aktien kauft

Der einfachste Weg, sich am russischen Aktienmarkt zu engagieren, ist der Kauf von in den USA gehandelten Investmentfonds, Exchange Traded Funds (ETFs), da diese an den US-Börsen gehandelt werden, so dass Anleger die Komplexität und Risiken, die mit einer direkten Investition verbunden sind, wie Steuerfragen, Ausführungsrisiko und seltsame Handelszeiten vermeiden können.

Für diejenigen, die einen direkteren Zugang suchen, bieten viele US-Brokerhäuser direkten Zugang zum russischen RTS, berechnen aber oft höhere Provisionen für den internationalen Handel, während diejenigen, die nach russischen Full-Service-Brokern suchen, auch viele Optionen haben, darunter den größten Broker des Landes, FINAM, obwohl es einige wichtige regulatorische Hindernisse gibt, die es zu überwinden gilt, um ein Konto einzurichten.

Wie man russische Aktien analysiert

Investoren, die sich für eine Investition in russische ETFs oder Investmentfonds entscheiden, werden vor einer Investitionsentscheidung einen Blick auf die wirtschaftliche Gesundheit des Landes werfen wollen: Zahlreiche Informationen zu diesem Thema, einschließlich Analysen aktueller Ereignisse und Wirtschaftsdaten, finden sich auf der Website der Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) liefert ebenfalls wertvolle Wirtschaftsdaten.

Zu den zu berücksichtigenden makroökonomischen Faktoren gehören:

Bonitätsbeurteilungen - Die wichtigsten Punkte des Landes

Das Kreditrating stellt die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls von Staatsschulden dar, was sich sowohl auf Anleihen als auch auf Aktien negativ auswirken könnte.

Wachstumsraten - Die Wirtschaftswachstumsrate des Landes ist ein guter Indikator dafür, wie viel Wachstum Investoren von Aktien innerhalb der Wirtschaft erwarten können.

Investoren, die sich für eine direkte Investition in das russische RTS entscheiden, können Aktien über die englische Version der RTS-Website analysieren, von der aus sie einen Link zur Website der Aktiengesellschaft finden, wo Geschäftsberichte und andere wichtige Offenlegungen zu finden sind, die bei der Bewertung einzelner Aktien oder Anleihen und nicht der Gesamtwirtschaft hilfreich sind.

Zu den unternehmensspezifischen Faktoren, die zu berücksichtigen sind, gehören:

Bewertungen - Wie ist die Bewertung eines Unternehmens oder Fonds im Vergleich zu inländischen Aktien oder anderen Optionen für Schwellenländer?

Finanzielle Performance - Sind die Erträge eines Unternehmens oder eines Fonds im Laufe der Zeit gestiegen und bieten die Unternehmen eine Dividende an?

Investoren sollten bei der Bewertung einer Investition sowohl makro- als auch mikroökonomische Faktoren berücksichtigen, ebenso wie den Vergleich der Investition mit anderen Investitionen in ihrem Portfolio. 2015 mag beispielsweise die russische Wirtschaft um 0,2% geschrumpft sein, aber der Aktienmarkt des Landes könnte sich verbessert haben, wenn diese Verluste besser als erwartet ausfielen.

Risiken im Zusammenhang mit russischen Aktien

Russland ist seit seiner militärischen Intervention auf der Krim im Jahr 2014 zu einem riskanten Schwellenland geworden, während die Abhängigkeit von Rohölexporten es anfällig für einen Abschwung gemacht hat; außerdem warten viele Investoren immer noch darauf, dass wichtige Wirtschaftsreformen stattfinden und der Markt für Investoren transparenter und leichter zugänglich wird, und es ist ungewiss, ob diese Dinge jemals eintreten werden.

Einige der wichtigsten zu berücksichtigenden Risikofaktoren sind:

Geringere Volatilität und Transparenz - Der US-Aktienmarkt gilt weithin als sicherer Hafen für Investoren, so dass die meisten Anleger

Die Auslandsmärkte sind im Vergleich dazu tendenziell volatiler und weniger transparent, einschließlich des russischen Aktienmarktes.

Exposure gegenüber den Energiemärkten - Da Öl und Gas etwa die Hälfte der russischen Einnahmen und mehr als 60% der Exporte ausmacht, halten die meisten russischen ETFs bis zu 40% ihres Vermögens im Energiesektor, was zu einem erheblichen Rohstoffrisiko führt.

Potenzial für soziale Unruhen - Während die Regierung hart an der Umsetzung von Sozialreformen gearbeitet hat, gibt es immer noch viele sozioökonomische Probleme, die Probleme verursachen könnten.

Erschöpfung der Reserven - Russland hat seine Reserven im Jahr 2017 schnell aufgebraucht, was das Land in den kommenden Jahren gefährden könnte.

In einem diversifizierten Portfolio kann es trotz des höheren Risikos sinnvoll sein, das Engagement in russischen Aktien oder Anleihen einzubeziehen, da ein diversifiziertes Portfolio langfristig die risikoadjustierten Renditen erhöhen kann.

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