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Die besten Auswahlkriterien für ETFs

Die besten Auswahlkriterien für ETFs

Auf der Suche nach den richtigen ETFs stellen sich viele Fragen, denn die Auswahl ist keineswegs leicht. Die Anzahl der Anbieter wächst. Der Markt wird mit immer neuen Produkten geflutet. Fast wöchentlich erscheinen neue passiv gehandelte Indexfonds.

Die richtigen Indizes finden

Zuerst einmal sollte überlegt werden welcher Index bzw. welche Indizes in Betracht kommen. Hierbei sollte vor allem die Anlagedauer, -Summe und das persönliche Risikoempfinden berücksichtig werden. Wer noch gar keinen ETF im Depot hat, sollte vielleicht erstmal mit einem breit gestreutem MSCI World oder FTSE All Word beginnen. Ist die Basis erstmal geschaffen lassen sich weniger breit gestreute Indizes hinzufügen. Die risikobereiteren Anleger greifen gerne zu den Emerging Markets oder/und Small-Caps. Alle anderen zu Bonds oder Blue-Chip-ETFs.

Den besten ETF zum Index auswählen

Wurde ein passender Index identifiziert bleibt nur noch die Frage "Welcher ETF?". Bei den populären Indizes hat so gut wie jeder Anbieter einen Fonds ins Rennen geschickt. Somit ergeben sich nicht selten ein Dutzend ETFs die zur Auswahl stehen.

Die Auwahlkriterien

TD ist kleiner oder gleich als TER

Die Tracking Difference (TD) ist eine wichtige Kennzahl um die laufenden Kosten eines ETFs zu bewerten. Sie zeigt die prozentuale Abweichung zum Referenzindex an. Im Idealfall liegt sie also bei Null oder ist sogar negativ (ja, es gibt einige ETFs die ihren eigenen Index outperformen durch z. B. Swaps). Viele Anleger richten sich in Sachen Kosten ausschließlich nach der TER (Total Expense Ratio), das ist aber nicht unbedingt zielführend. Die TER wird vom Anbieter rausgegeben, das heißt aber noch lange nicht dass diese auch eingehalten wird. Es gibt unzählige Fonds die deutlich über der selbst verschrieben TER liegen. Daher ist die Tracking Difference die zuverlässigere Kennzahl.

Fondsvolumen darf nicht zu klein sein

Warum? Weil erstens dauerhaft zu wenig Volumen dazu führen wird, dass der Anbieter sein Produkt schlicht wieder vom Markt nimmt und man als Anleger umsonst investiert hat. Umso mehr Kapital in einem Fonds steckt, desto rentabler wird es für den Anbieter. Viele Anbieter versuchen diverse Handelsideen abzubilden und testen ob sie von den Anlegern angenommen wird.

Zweitens deutet zu wenig kapitale Substanz auch auf einen erhöhten Handelsspread an den Börsenplätzen hin. Das bedeutet schlechtere Ein- und Ausstiegskurse.

Wieviel Volumen gut genug ist ist schwer zu sagen, aber ab 250-300 Millionen $ ist der ETF ganz gut bestückt, finden wir.

TD/TER ist kleiner als 0,10%

Dieses Kriterium ist je nach ausgewähltem Index mal leicht und mal schwer einzuhalten. ETFs, die sehr liquide Bluechip-Märkte wie die USA oder Europa replizieren sind in der Regel sehr günstig. Da die Tracking Difference im Idealfall sowieso unterhalb der Total Expense Ration liegt, sollte man einfach darauf achten dass beide Kostenquoten unter 0,10% pro Jahr liegen.

Existiert seit mindestens 3-5 Jahren

Ähnlich wie das Fondsvolumen spielt auch die Zeit seit der ein ETF existiert eine wichtige Rolle für langfristig agierende Anleger. Nichts ist ungünstiger als ein Fonds der vom Markt verschwindet. Die Anleger verlieren ihre Einstandskurse, müssen ggfs. Steuern auf erzielte Gewinne zahlen und sich ein neues ETF-Produkt suchen. Das gilt es wenn möglich also zu vermeiden. Umso länger ein ETF existiert, desto besser kann man auch sehen wie sich seine Kosten entwickelt haben und wie stark er vom Index abweicht (Tracking Difference).

Grundsätzlich sollte ein ETF mindestens 3-5 Jahre existiert haben bevor er in die engere Auswahl wandert.

Tracking Difference Variance ist kleiner als 0,30

Über die Wichtigkeit der Tracking Difference haben wir nun einige Worte verloren. Ebenfalls wichtig ist, dass die sog. Tracking Difference Variance (TDV) ebenfalls niedrig ist. Diese gibt aus, wie beständig die TD in der Vergangenheit war. Von einer stark schwankende TD sollten Anleger ebenfalls die Finger lassen bzw. abwarten bis sie sich auf ein gleichmäßiges Niveau eingependelt hat. Die TD kann vor allem bei Änderungen  an der ETF-Beschaffenheit Ausschläge nach oben oder nach unten zeigen, z. B. durch Umstellung der Replizierungs- oder Ausschüttungsart.

Wo finde ich die notwendigen Informationen?

Die beste Seite die wir bisher gefunden haben ist www.trackingdifference.com (keine Werbung). Ihr kennt noch eine andere gute Seite? Teilt sie uns gerne mit.

Zum Weiterlesen

Haftungsausschluss: Die hier erwähnten Kriterien stellen keine Anlageberatung dar, sondern sollen lediglich zum Nachdenken anregen. Keiner dieser Faktoren aus diesem Artikel wird Ihnen einen Gewinn an der Börse garantieren. Selbst wenn alle Kriterien erfüllt wurden bei der Fondsauswahl, sind Verluste an der Börse durchaus möglich. Wir von etfs24.de haben in unseren privaten Depots damit gute Erfahrungen gemacht und geben diese gerne an unsere Leser weiter.

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