Chancen und Risiken beim Trading: Einsteiger Guide

Chancen und Risiken beim Trading: Einsteiger Guide

Chancen und Risiken bei Trading: Einsteiger Guide

Für Einsteiger kann sich der Einstieg in das Trading als besonders schwierig erweisen. Das liegt vor allem daran, dass sie unrealistische Erwartungen haben. Daher ist es wichtig, dass jeder, der mit dem Trading beginnen möchte, sich verinnerlichen, dass es sich dabei keineswegs um eine Methode handelt, mit der es möglich ist, schnell an Geld zu kommen.

Was ist Trading?

Als Erstes gilt es, den Begriff „Trading“ genau abzugrenzen. Wobei handelt es sich beim Trading und wie unterscheidet sich dieses vom Investieren? Im Duden heißt es wie folgt:

„Traden“ > (spekulierend) an der Börse handeln

Dabei handelt es sich allerdings eher um eine eher weitläufige und ungenaue Bezeichnung. Geht es um den Handel an der Börse bzw. den „Handel mit Wertpapieren“, dann wird grundsätzlich der kurz- bis mittelfristige Handel von Finanzprodukten wie bspw.: Devisen, Derivaten, Rohstoffen oder Wertpapieren mit Gewinnerzielungsabsicht verstanden. Die Trader versuchen durch den Handel kleinere Kursschwankungen oder Trendphasen auszunutzen und an diesen zu teilzuhaben, um eine kontinuierliche Performance zu erwirtschaften.

Der Unterschied zum Investieren ist fließend. Allerdings kann gesagt werden, dass hier eher in die Handelspositionen investiert wird, die mit einer Haltedauer von bspw. sechs Monaten oder länger eröffnet wurden. So erklärte der bekannte Investor Warren Buffet einst, dass er nur die Positionen als Investment bezeichne, bei denen er plant diese niemals wieder zu verkaufen. Somit beabsichtigt er, regelmäßige Zahlungsströme in Form von Dividenden zu erhalten. Selbst wenn er immer wieder Investments veräußert, so geschieht dies in einem größeren Zeithorizont.

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Die Chancen und Risiken des Tradings

Geht es um ein erfolgreiches Trading, dann spielt das Chance-Risiko-Verhältnis – kurz CRV – eine zentrale Rolle und stellt die Basis für einen langfristigen Börsenerfolg dar. Der Hedgefonds Manager Larry Hite sagte bereits richtig: „Ich sehe nicht die Märkte, sich sehe die Risiken, Chancen und das Geld“.

  • Das potenzielle Risiko: Die Differenz zwischen dem Einstiegskurs und dem Stop-Loss.
  • Die potenzielle Chance: Die Differenz zwischen dem Einstiegskurs und dem Take Profit.

Wird nun der Quotient zwischen der potenziellen Chancen (Gewinn) und dem potenziellen Risiko (Verlust) gebildet, entsteht das CRV.

Ein Beispiel: Der potenzielle Gewinn beträgt 20 Pips und der Stopp-Loss 10 Pips, so beträgt das CRV 2:1. In dem Fall bedeutet dass, dass der mögliche Gewinn das Doppelte des möglichen Verlustes beträgt. Im Gewinnfall würde der Trader für jeden Euro, den er eingesetzt hat, zwei Euro zurückerhalten.

Allerdings machen es sich viele Trader zu einfach. Oft wird empfohlen, keine Trades mit einem Chance-Risiko-Verhältnis einzugehen, dass kleiner als 2:1 oder sogar 3:1 beträgt. Allerdings können diese Empfehlungen getrost vergessen werden, denn das zeigt, warum diese Empfehlung gegeben wird: Die Person hat das Trading entweder nicht verstanden oder muss seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von Büchern und Empfehlungen geben – anstatt das selbst erfolgreich gehandelt wird.

Kurz gesagt, ein CRV allein verfügt über keine Aussagekraft.

Ebenso unrealistisch ist es stets ein CRV von 10:1 zu nehmen. Sicherlich klingt das toll, da der Gewinn das 10-fache des Risikos beträgt, doch die Frage ist, ob das realistisch ist.

Mit dem traden beginnen – auf welchen Märkten kann man traden?

Wer sich fragt, wie er das traden erlernen kann, der findet auf trading-fuer-anfänger.de hilfreiche Tipps. Bei den online Brokern ist es möglich, Finanzinstrumente folgender Märkte per CFD zu traden:

  • Rohstoffe
  • Aktien
  • Indizes
  • ETFs
  • Anleihen
  • Forex
  • Kryptowährungen

Wer mit bspw. mit dem CFD Handel starten möchte, der sollte nicht den Fehler machen, sich auf die beliebten Instrumente, wie EUR/USD oder DAX30 aufgrund der Volatilität und den niedrigen Spreads, zu konzentrieren. Neben diesen gibt es viele alternative Möglichkeiten. Das beginnt bei den exotischen Währungspaaren bis zu den CFDs auf Energien, Rohstoffen, Indizes oder Aktien. Darüber hinaus gibt es Indizes die Gruppen von anderen Indizes bündeln, auf die es möglich ist, zu traden, ebenso wie Dividenden-Portfolios mit ETFs.

Es liegt letztendlich an dem Trader selbst, wie viele Märkte nach passenden Trading-Möglichkeiten absucht. Wichtig ist nur, dass sich der Trader niemals nur auf ein Instrument am Markt beschränkt. Die Folge davon kann Übertrading sein. Das bedeutet, jeder Trader sollte sicherstellen, dass seine Investments diversifiziert sind.

Die Trading-Strategien: Charts analysieren und mehr

Mit der Zeit haben sich einige Trading-Strategien herausgebildet, die allerdings kein Garant dafür sind, Erfolge zu erzielen, da der Markt unberechenbar ist. So sind renommierte Wirtschaftswissenschaftler wie der Amerikaner Eugene Fama der Ansicht, dass es keinem Trader am Finanzmarkt möglich ist, durch Analysen und anderen Methoden dauerhaft einen Erfolg zu erzielen.

Unter dem Überbegriff „Chartanalyse“ lassen sich zahlreiche Trading-Strategien zusammenfassen, die ebenfalls als technische Analyse bekannt sind. Mithilfe von historischen Daten versuchen Chartanalysen den bestmöglichen Kauf- und Verkaufszeitpunkt für bspw. eine Aktie vorherzusagen.

Die Trader prüfen bei der Chartanalyse Auffälligkeit und Muster des Kursverlaufs. Sollte bspw. eine Aktie mehrfach einen ähnlichen Hoechst- und Tiefstand erreicht haben, dann wird von einem Widerstand oder einer Unterstützung gesprochen. Von einem Trend wird gesprochen, wenn der Kurs über eine längere Zeit in eine ähnliche Richtung - nach oben oder unten – verläuft. Die Trader versuchen, aus dem Zusammenspiel all dieser Kennzahlen bei der Chartanalyse die Wahrscheinlichkeit des Kursverlaufes vorherzusagen.

Mit dem Trading geht ein hohes Risiko einher

Sicherlich können Trader, die ein gutes Händchen haben, davon leben und ihr Einkommen ist rein theoretisch unbegrenzt. Doch jeder, der mit dem traden beginnt, muss sich darüber klar sein, dass beim Börsenhandel ein hohes Risiko besteht, mehr Geld zu verlieren, als auf dem Brokerkonto eingezahlt wurde. Dabei handelt es sich um die Nachschusspflicht. Eine solche Situation kann durch eine extreme Marktsituation entstehen. So kann der Trader bspw. seine Position nicht zum gewünschten Preis schließen, wenn keine Liquidität mehr besteht.

Es gibt Broker, die keine Nachschusspflicht fordern, sondern die Trader vorher zwangsweise stoppt. Neue Sicherheiten und der Kontenschutz sorgen dafür, dass die Nachschusspflicht abgeschafft wurde (gilt nur für Forex und CFDs). Aber dennoch sollte sich jeder, der traden möchte, sicher sein, dass er versteht, wie CFDs funktionieren. Auch der Forex Handel birgt ein hohes Risiko und daher sollte jeder Trader ein sinnvolles Risikomanagement nutzen, da er ansonsten Gefahr läuft, schnell sein Geld zu verlieren.

Alles zum Thema Trading lernen aufschreiben

Sobald ein Trader in die Welt des Handels einsteigt, sollte er die Mentalität eines Geschäftsmannes entwickeln. Kein Geschäft funktioniert ohne Geschäfts- bzw. Businessplan, einem konstanten Monitoring und regelmäßigen Revisionen. Der sicherste Weg beim Trading zu scheitern ist es, ohne Plan einfach mit dem Handel zu beginnen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, ein Trading-Handbuch zu führen. In diesem sollten täglich Notizen gemacht werden:

  • Erfolge und Fehler
  • Zukünftige Recherchen, die vorgenommen werden sollen
  • Gründe für Entry und Exit eines Trades

Zudem sollte das Handbuch stets griffbereit liegen, wenn einmal etwas nachgeschaut werden muss. So kann der Trader sicherstellen, dass keine seiner Aktionen umsonst war. Darüber hinaus stärkt eine Analyse der gelungenen Trades das Selbstvertrauen und motiviert dazu sich noch mehr anzustrengen und immer besser zu werden. Im Gegensatz dazu hilft die Analyse der misslungenen Trades dabei, diese Fehler nicht erneut zu begehen.

Zu guter Letzt noch ein wichtiger Tipp: Niemals sollte Geld eingesetzt werden, auf das nicht verzichtet werden kann. Besonders beim Handel von spekulativen Finanzinstrumenten wie CFDs können Kleinanleger schnell große Verluste machen. Selbst wenn das eingesetzte Kapital nicht zwingend benötigt wird, so sollte sich jeder Trader Grenzen setzen.

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