Mit Bitcoins handeln

Mit Bitcoins handeln

Die großen Jungs und Mädchen an der Wall Street tauchen ihre Zehen in Bitcoin, und sie wollen eine Big-Player-Bitcoin-Börse schaffen - eine interessante Entwicklung für eine Rebellentechnologie, die sich auf keine zentrale Kontrolle stützt.

Das liegt daran, dass Bitcoin seit zehn Jahren existiert - es wurde als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 entwickelt - von den Big Playern an der Wall Street ignoriert, brüskiert und sogar abgeschaltet wurde.

Aber es gibt Gerüchte, dass sich diese "Ignorieren Sie es und es wird alles weggehen" Einstellung ändern könnte.

Goldman Sachs kündigte im Mai 2018 an, dass es einen Bitcoin-Handelsschalter eröffnen würde, aber Anfang August 2018, zeitgleich mit dem dramatischen Rückgang der Bitcoin-Preise, gaben sie auch bekannt, dass sie nicht an der virtuellen Währung "verkauft" werden, das sind einige gemischte Signale und es ist schwer zu sagen, wo genau sie an dieser Stelle stehen.

Schließlich wurde Goldman Sachs 1869 gegründet, und Bitcoin gibt es erst seit einem Jahrzehnt, und es ist normal, dass die großen Wall Street-Spieler skeptisch sind, bis der Wert der Investition nachgewiesen ist.

Selbst beim Hin und Her gibt es große Wall Street-Spieler, die anfangen, an den Rändern von Bitcoin zu schnüffeln, also ist es wichtig zu verstehen, wie sich das Schnüffeln auf Sie - den Investor - auswirken könnte, denn das Interesse der Wall Street hat das Potenzial, Investoren, Bitcoin-Vorschriften und ICOs (Initial Coin Offerings) zu beeinflussen.

Was könnte das Interesse der Wall Street für Bitcoin-Investoren bedeuten?

Bitcoin bleibt eine risikoreiche Anlage, sie ist sehr volatil und fast völlig unreguliert, bevor man in etwas investiert - und vor allem in Dinge wie Kryptowährung - ist es wichtig, das Risiko zu verstehen.

Im Moment sieht es so aus, als würde sich mit der Investition in Bitcoin und andere Kryptowährungen über die Bitcoin-Börse oder durch eine digitale Brieftasche wenig ändern.

Sie benötigen immer noch eine Kryptowährungs-Wallet wie Bitstamp, Bitfinex oder Coinbase, dann müssen Sie ein Bankkonto an diese Wallet anhängen - sie alle haben eine doppelte Authentifizierung verwendet, weil dies zum Schutz Ihrer Sicherheit beiträgt.

Von dort aus können Sie Ihre Bitcoin für Regierungswährungen wie US-Dollar oder britische Pfund oder jede andere Währung, die Sie möchten, kaufen oder verkaufen.

Bitcoin kann auch in Brokerage-Konten (der Bitcoin-Börse) gekauft und verkauft werden, und Sie können es bei einigen wenigen Anbietern verwenden, um direkt für Waren und Dienstleistungen zu bezahlen.

Ein weiterer Bereich, der von dem Interesse an der Wall Street betroffen sein könnte, ist die Regulierung.

Wie könnte sich das Engagement an der Wall Street auf die Bitcoin-Regulierung auswirken?

Bitcoin ist in gewisser Weise ein seltsames Tier: Aufgrund der Blockchain-Technologie gab es in der gesamten Geschichte von Bitcoin keine betrügerischen Transaktionen, das ist schon bemerkenswert.

Die Blockchain-Technologie ist ziemlich sicher und eine der vielversprechendsten Neuentwicklungen im Bereich der Kryptowährung.

Aber diese Sicherheit bedeutet nicht, dass Kryptowährungen nicht mit Vorschriften konfrontiert werden, denn die Regulierungsbehörden könnten sehr wohl bereits in den Büchern stehende Wertpapiergesetze in Kryptowährung umwandeln, Bitcoin könnte am Ende entkommen (sie können die Regeln besser befolgen), aber Ether und Ripple - die zweit- und drittmeist gehandelten Kryptowährungen - sehen aus, als wären sie Hauptziele der Regulierung.

Laut Gary Gensler - einer ehemaligen Finanzbehörde während der Obama-Administration - "gibt es ein starkes Argument für beide - aber insbesondere Ripple -, dass es sich um nicht konforme Wertpapiere handelt."

Wenn Sie sich entscheiden, in die Bitcoin-Börse oder andere Kryptowährungen zu investieren, sollten Sie dieses Potenzial für eine neue Regulierung im Auge behalten.

Mit den Vorschriften wird immer genauer untersucht, wie Bitcoin und andere Kryptowährungen funktionieren, und da neue Kryptos auf den Markt kommen, verwenden sie oft ICOs, um dies zu tun.

Wie wirkt sich dies auf die Initial Coin Offerings (ICOs) aus?

Ein ICO ist eine Methode, die von Kryptowährungs-Startups verwendet wird, um regulierte und rigorose Kapitalbeschaffungsprozesse zu umgehen, die von Banken und Risikokapitalgebern gefordert werden: Typischerweise wird in einer ersten Münze, die einen Prozentsatz der neuen Kryptowährung anbietet, ein Teil davon an Frühanleger verkauft, die Bitcoin oder ein anderes gesetzliches Zahlungsmittel erhalten.

Derzeit wird sich das Interesse an der Wall Street an Bitcoin wahrscheinlich nicht sehr stark auf die ICOs auswirken; es sieht so aus, als würde es mehr Einfluss auf die ersten Münzangebote haben, wenn die Regulierungsbehörden kommen, um sich mit dem wachsenden Bitcoin-Börsenmarkt und anderen Bemühungen um Kryptowährungen zu befassen.

Und wenn der Krypto größer wird, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass eine Regulierung stattfindet.

Da die Kryptowährung immer mehr und mehr an Aufmerksamkeit gewinnt, beginnt sie sich von einem Schurkenmarkt in einen reiferen zu verwandeln, und das wird Veränderungen mit sich bringen - daher ist es wichtig, auf dem Laufenden zu bleiben und vorbereitet zu sein.

Die digitale Währung der Zukunft?

Die virtuelle Währung Bitcoin wird seit ihrer Einführung im Jahr 2009 nicht nur in der Internetgemeinde heftig diskutiert. Sie wird von Freidenkern sogar als Währung der Zukunft gehandelt, da sie als relativ anonym und dezentral gilt. Vor allem aber lassen Preise von über 100$ für einen Bitcoin(BTC) und die starken Schwankungen des Bitcoin-Kurses das Interesse stetig wachsen.

Der Begriff Bitcoin steht wörtlich für digitale Münze und ist ein Zahlungsmittel, dass komplett elektronisch abgebildet wird und auf Mathematik basiert. Der Aufbau gleicht einem global einsehbaren Rechnungsbuch, in dem jede einzelne Transaktion vermerkt wird. Ein Teilnehmer kann über beliebig viele Kontonummern, den sog. Bitcoin-Adresse verfügen. Der Geldfluss dieser Adressen ist zwar öffentlich einsehbar, aber man kann diese jedoch keiner Person zuordnen wie das bei Banken der Fall ist. Vor böswilligen Hackern schützt sich das System u. a. mit Kryptografie. So wird sichergestellt, dass keine Münze manipuliert werden kann. Die Anzahl der Münzen ist auf etwa 20 Millionen begrenzt, Fälschungen sind unmöglich. Eine geringe Gesamtanzahl mag zunächst merkwürdig klingen, dies stellt in der Praxis jedoch kein Problem dar, denn Beträge können bei Überweisungen bis einige Stellen hinter dem Komma durchgeführt werden. Die kleinste Einheit beträgt 1100000000 Bitcoin und wurde nach dem japanischen Erfinder Satoshi benannt.

Kaufen kann man Bitcoins über Tauschbörsen wie z. B. Mt. Gox. Die Wartezeiten solcher Tauschgeschäfte von teilweise mehreren Wochen sind bei Tauschgeschäften allerdings nicht zu unterschätzen.

Bitcoin-Kurs

Auch wenn der Kurs nach vier Jahren recht ordentlich erscheint, sind doch auch einige Rückschläge zu verzeichnen. Vor allem Negativ-Meldungen wie Hackerangriffe auf Bitcoin-Tauschbörsen ließen den Kurs kurzzeitig stark fallen. Angetrieben durch die Euro-Krise und die vielen Spekulanten, fürchten viele mittlerweile eine gewaltige Blase, die jederzeit platzen könnte. Ein Einstieg in diese digitale Währung sollte also gut bedacht sein.

Hoffnungen für Bitcoins

Aktuell kostet ein Bitcoin knapp 3000 US Dollar (Stand 13.06.17). Von einem Absturz in die Bedeutungslosigkeit ist die Währung weit entfernt - trotz einiger anderer digitaler Währungen, die den Bitcoins den Rang ablaufen wollen. Auch immer mehr Kriminelle entdecken die Währung für sich. Dadurch, dass Transaktionen wenn überhaupt nur mit extrem großem Aufwand von den Behörden zurückverfolgt werden können, scheint es für Kriminelle zunehmend lukrativ zu sein, ihr Geld dort zu waschen und zu verstecken. Trotz der interessanten Aussichten bleibt es natürlich eine riskante Spekulation ob der Kurs weiter steigen wird oder nicht.

Die Blockchain-Technologie gilt als das nächste große Thema in der digitalen Welt. Über 1000 Startups experimentieren derweil mit Blockchains. Hauptsächlich sind das Fintechs. Außerdem bieten immer mehr Unis Studiengänge zum Thema Blockchain an. Auch gibt es immer wieder Versuche Bitcoin-ETFs auf den Markt zu bringen, jedoch bisher ohne Erfolg. Den Börsenaufsichten sind solche ETF-Konstrukte nicht sicher genug. Davon lassen sich die ETF-Anbieter aber nicht abschrecken und versuchen es immer weiter.

Bitcoin-Alternativen - Altcoins

Bitcoin ist allerdings längst nicht das einzige digitale Geldmittel. Fast 1000 Crypto-Währungen, die ähnliche Technologien wie Bitcoin verwenden, sind derzeit bekannt. Die meisten davon haben gegenüber dem US-Dollar einen Umrechnungskurs, der weit unter der 0,01$-Marke liegt und können nicht an die Erfolge von Bitcoin anknüpfen. Laut der Website https://coinmarketcap.com sind über 100 Milliarden US-Dollar in all diese Crypto-Währungen investiert. Die drei größten davon sind Bitcoin, Ethereum und Ripple.

Geld verdienen durch Mining

Wer nicht länger warten möchte bis es seriöse Bitcoin- oder Ethereum-ETFs gibt, der kann entweder über einen Markplatz Geld tauschen und ähnlich wie bei Gold oder anderen Edelmetallen auf eine Kurssteigerung hoffen, oder Coins durch Mining verdienen. Sog. Miner beglaubigen Transaktionen und halten das Blockchain-Netzwerk am Leben. Weil das sehr rechenintensiv ist, bekommen Miner für ihren Aufwand eine Belohnung in Form von Coins. Miner sind Firmen und Privatpersonen, die ihre Computer für eine Blockchain arbeiten lassen. Aus diesem Grund sind Blockchain-Währungen dezentral. Die Daten liegen weltweit verteilt auf hunderttausenden Computern und nicht bei einer Zentralbank.

Alles was braucht um selbst ein Miner yu werden, ist ein PC mit halbwegs passabler Hardware und eine Mining-Software wie z. B. die von Minergate.

Diese hat den Vorteil, dass sie viele Crypto-Währungen unterstützt, kinderleicht zu bedienen ist und immer die Coins mined, die sich gerade am meisten lohnen. Man muss sich lediglich einen kostenlosen Account einrichten, die Software installieren und schon kann man Coins verdienen. Damit sich das Mining unter dem Strich auch wirklich lohnt, sollte man die eigenen Stromkosten für den PC dagegen halten. Im Internet gibt es dutzende Online-Profitabilitätskalkulatoren für das Mining.

Solo-Mining vs. Pool-Mining

Beim Mining wird unterschieden zwischen Solo-Mining und dem Pool-Mining. Bei ersterem versucht man mit seiner eigenen Computer-Hardware selbst Blöcke zu minen. Da kann es je nach Blockchain und je nach verwendeter Hardware sehr lange dauern, bis die ersten Coins verdient sind und in der eigenen Wallet landen. Einfacher ist es meist sich einem Pool - also einer Gruppe - von Rechnern anzuschließen und die Arbeit aufzuteilen. Die Gewinne werden dann an die Mitglieder aufgeteilt. Der Poolbetreiber bekommt in der Regel eine Gebühr vom Gewinn ab, die bei den größeren Pools bei 1-2% liegt. Das bereits erwähnte Minergate ist ebenfalls ein Pool.

Ein kostenloser Account kann hier registriert werden: Minergate.com.

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