Biotech-ETFs: Rendite mit Impfstoffen

Biotech ist ein aufstrebender Sektor, der vom technischen Fortschritt profitiert. Investierst Du in einen ETF auf diesen Sektor, fällt zwar die Dividende meist nur gering aus, doch kann sich die Rendite ordentlich entwickeln. Ein wichtiges Thema ist die Entwicklung von Impfstoffen und Arzneimitteln.

Biotech-ETFs: Rendite mit Impfstoffen

Forschung nach Corona-Impfstoff kann Entwicklung von Biotech-ETFs ankurbeln

Ein Biotech-ETF verspricht eine gute Rendite. Der aufstrebende Sektor profitiert vom technologischen Fortschritt. Die im zugrundeliegenden Index eines solchen ETFs gelisteten Unternehmen forschen an der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten zur Behandlung seltener Krankheiten. Die Corona-Krise und die fieberhafte Arbeit verschiedener Biotech-Unternehmen an der Entwicklung eines Impfstoffs könnten die Renditeentwicklung solcher ETFs ankurbeln. Deutsche Unternehmen aus diesem Sektor müssen nicht unbedingt in einem deutschen Index gelistet sein. Ein Beispiel dafür ist das deutsche Unternehmen CureVac mit Sitz in Tübingen, das erst am 14. August 2020 an die Börse ging. CureVac ist seitdem an der US-amerikanischen Technologiebörse NASDAQ gelistet. Investierst Du in einen Biotechnologie-ETF auf NASDAQ, erwirbst Du auch Anteile an CureVac. Das Unternehmen CureVac arbeitet gegenwärtig an der Herstellung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus.

Mit der Erforschung eines Impfstoffs gegen das Corona-Virus ist auch das Mainzer Unternehmen BioNTech beschäftigt. Als erstes deutsches Unternehmen testet BioNTech den Impfstoff an Menschen. BioNTech arbeitet auch an der Entwicklung von Krebsmedikamenten. Das deutsche Unternehmen arbeitet mit verschiedenen Pharma-Unternehmen aus dem Ausland zusammen. Auch die BioNTech-Aktie ist an der NASDAQ gelistet und in einem Biotech-ETF auf NASDAQ enthalten.

Entwicklung von Impfstoffen kann zu steigender Rendite der ETFs führen

Es dauert mehrere Jahre und vielleicht sogar Jahrzehnte, bis ein Impfstoff zugelassen wird. Das betrifft nicht nur einen Impfstoff gegen das Corona-Virus, mit dem schon in absehbarer Zeit gerechnet werden kann. Auch bei Imfpstoffen gegen seltene Krankheiten oder gegen Krebs läuft die Erforschung in mehreren Stufen ab. Bevor ein Impfstoff zugelassen wird, muss das Mittel in drei Phasen an Freiwilligen erprobt werden:

  • Phase 1: Test der Verträglichkeit
  • Phase 2: Dosierung und Immunreaktion der Probanden
  • Phase 3: Test zur Zuverlässigkeit des Impfstoffs

Der Impfstoff gegen das Corona-Virus, der von CureVac entwickelt wird, befindet sich gegenwärtig in der Phase 1.

Weltweit befinden sich gegenwärtig sechs Impfprojekte in der Phase 3. In der Phase 2 sind aktuell drei Projekte. Auch einige börsengelistete Unternehmen sind an diesen Projekten beteiligt. Kann ein Impfstoff zugelassen werden, könnte das einen Kursanstieg für die Aktien des Unternehmens bedeuten. Das kann sich auch positiv auf einen Biotech-ETF mit den entsprechenden Aktien auswirken.

An der Erforschung eines Impfstoffs gegen Corona sind auch große Unternehmen beteiligt, beispielsweise der US-amerikanische Pharmariese Pfizer. Investierst Du in einen Biotech-ETF, kannst Du auch an der Kursentwicklung der Aktien dieser großen Unternehmen profitieren.

Liste der Biotechnology-ETFs
Wir sind definitiv im Zeitalter des technologischen Fortschritts. Jeden Tag werden neue Technologien rasant eingeführt. Und dazu gehören nicht nur Gadgets und Spielereien, sondern auch die Biotechnologie. Je mehr wir über Technik und Technik lernen, desto mehr können wir sie sowohl auf Materialgegen…

Investition in Aktien von Biotech-Unternehmen ist hochspekulativ

Investierst Du nur in einzelne Biotech-Unternehmen, kannst Du nicht immer eine hohe Rendite erwarten. Bei einigen Aktien sind auch starke Kursverluste zu verzeichnen. Besser geeignet ist ein ETF, da mehrere Unternehmen gelistet sind. Das gewährleistet eine bessere Risikostreuung.

Die Aktie von BioNTech ist ein Beispiel dafür, wie schnell es zu Kursverlusten kommen kann. Im März 2020 hat sich der Kurs der BioNTech-Aktie verdreifacht. Der Kurs der BioNTech-Aktie sackte jedoch innerhalb von zwei Tagen um 50 Prozent ab, als klar wurde, dass auch andere Biotech-Unternehmen Fortschritte bei der Erforschung eines Impfstoffs gegen Corona machen.

Weiteres Wachstumspotential bei Biotech-ETFs

Investierst Du in einen Biotechnologie-ETF, kannst Du nicht nur von Gewinnen profitieren, wenn ein neuer Impfstoff entwickelt wird. Die in den Indizes gelisteten Unternehmen sind auch mit der Entwicklung von Medikamenten gegen verschiedene Erkrankungen beschäftigt. Die Patentlaufzeit für Medikamente liegt in der Regel bei 20 Jahren. Etwa die Hälfte der Zeit sind die Unternehmen mit der Entwicklung der Medikamente beschäftigt.

Investierst Du in einen ETF auf Biotech, profitierst Du nicht nur von der Kursentwicklung der Aktien von Unternehmen, die an der Erforschung von Impfstoffen gegen Corona beschäftigt sind. Da noch verschiedene andere Unternehmen in einem Index gelistet sind, kann es auch zu Kursgewinnen der Aktien dieser Unternehmen kommen, wenn sie neue Medikamente herausbringen.

Ein wichtiger Emittent von ETFs ist iShares. Die Biotechnologie ist für iShares aus zweierlei Gründen attraktiv: Einerseits ist es die weltweite demografische Entwicklung, andererseits die starke Preismacht der Hersteller von Medikamenten. Die demografische Entwicklung erscheint robust, während die Preismacht durch öffentliche Diskussionen in der Politik ins Wanken geraten ist. Der Anteil der älteren Menschen an der Bevölkerung nimmt in den meisten Ländern zu. Das führt zu einem erhöhten Bedarf an Medikamenten.

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Beispiele für ETFs auf Biotech

Möchtest Du von der Entwicklung der Biotech-Unternehmen profitieren, kannst Du Anteile von verschiedenen ETFs erwerben:

iShares Nasdaq US Biotechnology UCITS ETF, ISIN IE00BYXG2H39, WKN A2DWAW

Dieser ETF investiert in den Nasdaq Biotechnology Index. Er enthält auch Aktien von CureVac und von BioNTech. Die Replikation erfolgt physisch durch optimiertes Sampling. Nur die repräsentativsten Aktien werden vom Emittenten erworben. Das Fondsvolumen liegt bei 211 Millionen Euro. Der ETF wurde im Oktober 2017 aufgelegt. Er hat eine Gesamtkostenquote von 0,35 Prozent. Der Fonds ist thesaurierend. Er reinvestiert die Dividende immer wieder in Fondsvermögen. Der Fonds ist sparplanfähig. Die Rendite des ETFs hat sich gut entwickelt. Sie war lediglich im März 2020 während der Corona-Krise negativ. Inzwischen ist sie mit 18,63 Prozent positiv.

L&G Pharma Breakthrough UCITS ETF, ISIN IE00BF0H7608, WKN A2H9XR
Dieser ETF investiert weniger in Unternehmen wie BioNTech und CureVac, die mit der Entwicklung von Impfstoffen beschäftigt sind. Er legt den Fokus auf Unternehmen, die an der Herstellung von Orphan Drugs beteiligt sind. Bei Orphan Drugs handelt es sich um Medikamente zur Behandlung außerordentlich seltener Erkrankungen. Dieser ETF wurde erst im Januar 2018 aufgelegt und hat mit 21 Millionen Euro nur ein geringes Volumen. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,49 Prozent. Der ETF repliziert vollständig physisch. Er erwirbt alle enthaltenen Aktien. Er ist sparplanfähig und thesaurierend. Die Dividende wird in Fondsvermögen reinvestiert. Auch bei diesem ETF rutschte die Rendite im März 2020 während der Corona-Krise in den Keller. Die Rendite hat sich jedoch wieder erholt und liegt nun bei 22,25 Prozent.

Geringe Dividende bei Biotech-ETFs

Investierst Du in einen ETF auf Biotech, bekommst Du nur eine geringe Dividende. Bei den beiden vorgestellten ETFs wird die Dividende in Fondsvermögen reinvestiert. Du profitierst zwar vom Zinseszins-Effekt, doch ist er aufgrund der niedrigen Dividende nur gering. Nicht alle Biotech-Unternehmen zahlen eine Dividende. Das muss jedoch nicht heißen, dass diese Unternehmen keine guten Gewinne erwirtschaften. Die geringe oder fehlende Dividendenzahlung liegt daran, dass der größte Teil der Gewinne in Forschung und Entwicklung investiert wird.

ETF auf Biotech - diese ETFs profitieren jetzt
Die Biotechnologie ist eine zukunftsträchtige Branche. Naheliegend ist daher die Investition in einen ETF für Biotech. Für einen langfristigen Vermögensaufbau können Sie in einen Sparplan investieren. Neben reinen Biotechnologie-ETFs gibt es auch gemischte Fonds mit Biotechnologie und Healthcare.

Absicherung durch Patente

Biotech-Unternehmen verfügen über eine große Zahl an Patenten. Die Unternehmen wollen ihre neuen Produkte, in deren Entwicklung sie viel Geld investiert haben, durch Patente absichern. Diese Patente garantieren den Unternehmen langfristige Lizenzzahlungen. Die Politik ist daran interessiert, die Patente zu schützen und neue Patente zu fördern. Verschiedene Gesetze bieten steuerliche Vergünstigungen für die Unternehmen und sorgen dafür, dass die Hersteller länger von den Patenten profitieren können.

Fazit: Entwicklung von Impfstoffen kann Kursentwicklung von Biotech-ETFs ankurbeln

Viele Biotech-Unternehmen, darunter auch die deutschen Unternehmen CureVac und BioNTech, forschen an der Entwicklung von Impfstoffen gegen das Corona-Virus. Investierst Du in einzelne Aktien solcher Unternehmen, kann das hochspekulativ sein. Ein ETF auf Biotech bietet eine bessere Risikostreuung. Die im Index gelisteten Unternehmen sind nicht nur mit der Entwicklung von Impfstoffen, sondern auch mit der Erforschung von Medikamenten beschäftigt. Da ein großer Teil der Gewinne in die Forschung investiert wird, ist die Dividendenzahlung nur gering.

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