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Der Siegeszug der ETFs und passiven Indexfonds

Der Siegeszug der ETFs und passiven Indexfonds

Die Investitionen in passive Fonds sind riesig, aber der Zuwachs nimmt kaum ab. Im Gegenteil: Der Siegeszug der ETFs hat gerade erst begonnen.

Für die Anlegerwelt ist der rasante Aufstieg von ETFs oder börsengehandelten Fonds seit der Krise von 2008 eine Schlüsselgeschichte.

Die ETF-Landschaft hat sich in diesem Zeitraum dramatisch verändert. Im Jahr 2007 gab es 1.181 ETFs, die weltweit existierten. Bis 2015 stieg diese Zahl auf 4.396 - das sind viele neue ETFs. Heute gibt es so viel Auswahl da draußen, dass man so ziemlich alles machen kann.

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"The trend is your friend" lautet ein Sprichwort an der Börse. Immer mehr professionelle Anleger nutzen ETFs, um in Aktien, Anleihen und Rohstoffe zu investieren. Aber auch Privatanleger haben den Vorteil der Low-Cost-Fonds erkannt.

Obwohl der globale ETF-Markt bis 2021 auf 7 Billionen Dollar geschätzt wird, ist der ETF-Wahn tatsächlich Teil eines viel größeren Trends, Geld in passive Fonds zu investieren.

Passive Fonds zielen darauf ab, einen bestimmten Markt zu "verfolgen", indem sie Dollar zu gleichen Teilen einem Index zuweisen. Dies steht im Gegensatz zu aktiven Fonds, die professionelle Manager beschäftigen, die versuchen, den Markt zu schlagen, indem sie mehr Ermessen bei der Wahl der Wertpapiere eines Portfolios haben.

Die überwiegende Mehrheit der ETFs passt in die frühere Kategorie, und passive Investitionen sind seit der Finanzkrise im Kommen. Im Jahr 2015 wurden beispielsweise 413,8 Milliarden Dollar in passive Fonds investiert, während 207,3 Milliarden Dollar aus US-Fonds mit aktivem Management abgezogen wurden.

Passiv oder Aktiv?

Warum sind ETFs und passive Anlagen so beliebt? Im Allgemeinen liegt es daran, dass viele aktive Manager in den letzten Jahren darum gekämpft haben, den Gesamtmarkt zu schlagen.

Es gibt jedoch einige wichtige Vorbehalte, die es wert sind, berücksichtigt zu werden.

Erstens, während die meisten Manager den Markt nicht schlagen, gelingt es einigen von ihnen. Finanzplaner werden die ersten sein, die Ihnen sagen, dass es verehrte Investmentfonds gibt, die oft nach oben tendieren.

Zweitens haben auch die passiven Fonds von den extremen und beispiellosen Maßnahmen der Zentralbanken profitiert. Seit der Krise haben die Zentralbanken experimentiert, indem sie Billionen von Dollar an Liquidität in das System gepumpt haben, was zu einer sehr ungewöhnlichen Marktsituation führte. Mit den Kosten für die Kreditaufnahme auf Rekordtiefstständen sind die Bewertungen am Markt extrem verzerrt. Dieser sorgfältige Balanceakt der Zentralbanken kommt passiven Anlegern zugute, bis er in die Höhe schießt.

Schließlich bedeutet eine geringe Volatilität per Definition geringere Preisbewegungen, die aktive Manager nutzen können. Wenn sich das Volatilitätsumfeld ändert, können passive Fonds eine gewisse Attraktivität verlieren, da es immer mehr Gewinner und Verlierer gibt.

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