Aktien: Wie funktionieren Gleitende Durchschnitte (Moving Averages)?

Aktien: Wie funktionieren Gleitende  Durchschnitte (Moving Averages)?

Gleitende Durchschnitte - Moving Averages

Zu den bekanntesten Indikatoren zählen eindeutig die gleitenden Durchschnitte (Moving Averages). Bereits in den 70er und 80er Jahren haben diese Indikatoren in Trendreichen Jahren gute Ergebnisse erzielt. Mit ihnen kann der Anwender schwankende Preise eines Wertpapiers oder Derivats einfach glätten. GDs werden als Indikatoren in den meisten Chartsoftware als Standard-Indikatoren zur Verfügung gestellt. Ziel ist es mit Trendfolgeindikatoren, den vorherrschenden Trend zu identifizieren und daraus Kauf- und Verkaufssignale zu generieren. Sie werden auch als wichtige Unterstützungen und Widerstände im Chart bzw. Kursverlauf angesehen. Zu den bekanntesten GDs gehören der GD 30 Tage, GD 90 Tage, GD 100 Tage und GD 200 Tage.

Wie werden gleitende Durchschnitte berechnet?

Ein gleitender Durchschnitt errechnet sich aus der Anzahl der Kursdaten (Preise) der aktuellen Periode. Das bedeutet der aktuelle Kurs des gleitenden Durchschnitts, ist der Durchschnitt einer bestimmten Anzahl von Kursen der zugrunde liegenden Aktie oder Future. Bei einem GD30 werden die vergangenen 30 Preise einer Aktie addiert und durch 30 geteilt. Das Ergebnis bildet den Durschnitt der vergangenen 30 Preise einer vorher ausgewählten Zeitperiode ab. Der Durchschnitt kann auf den Eröffnungskurs, Schlusskurs, Höchstkurs oder Tiefstkurs der jeweiligen Zeitperiode berechnet werden. Bei der Berechnung von langfristigen gleitenden Durchschnitten wie z.B. dem GD 200, sollte man immer dafür sorgen ausreichend historische Kursdaten zur Verfügung zu haben. Sonst wird unter Umständen der jeweilige gleitende Durchschnitt nicht richtig ausgegeben. In der Vergangenheit haben sich drei unterschiedliche Berechnungsarten durchgesetzt. Zu nennen ist hier der einfache gleitende Durchschnitt (simple), der exponentielle Durchschnitt (exponential) und der gewichtete Durchschnitt (weighted).

Berechnung der gleitenden Durchschnitts-Varianten:

1.Einfache gleitende Durchschnitte: Bei der Berechnung werden die Schlusskurse addiert und durch die Anzahl der Schlusskurse dividiert. Jeder Tag erhält somit die gleiche Gewichtung. 2. Exponentielle gleitende Durchschnitte: Sie bewerten die kurzfristigen Kursdaten stärker als die weiter zurückliegenden. Durch eingebauten Exponenten (Glättungsfaktoren) kommt es zu Multiplikationen der Kursdaten bzw. Preisdaten. 3. Gewichtete gleitende Durchschnitte: Bewerten ebenfalls die kurzfristigen Preisdaten höher als die länger zurückliegenden. Dies geschieht durch einen Faktor, der die einzelnen Kursdaten unterschiedlich gewichtet.

Trendbestimmung und Kaufsignale mit GDs

In tendierenden Märkten sind gleitende Durschnitte ein gutes Hilfsmittel um den aktuellen Trend zu bestimmen. Befindet sich der aktuelle Aktienkurs unter dem GD so kann man von einem Abwärtstrend ausgehen, da die Kurse der Aktie schneller fallen als der langsamer hinterherlaufende GD. Umgekehrt wird bei einem höheren Aktienkurs als dem GD von einem Aufwärtstrend gesprochen. Die Schnittpunkte zwischen Aktie und GD bilden die Kauf- und Verkaufssignale, die es zu beachten gilt. Es können auch ein kurzfristiger und langfristiger GD miteinander kombiniert werden. Wobei der kurzfristige GD aufgrund seines aktiveren Verhaltens, den langsameren GD durchkreuzt und entsprechende Signale liefert. Diverse Chartsoftware bietet die Möglichkeit GD zu optimieren Dabei werden unterschiedliche GDs einer Aktie miteinander verglichen und der GD mit der besseren Trefferquote als besonders empfehlenswert eingestuft. Die Erfahrung hat uns gelehrt, dass auch historisch gute GD-Ergebnisse keine Garantie für zukünftige Erfolge darstellen.

Vorteile und Nachteile gleitender Durschnitte

Die Glättung durch Einbeziehung unterschiedlicher Preise einer Zeitperiode helfen dem Anleger, Trader oder Investoren einen besseren Überblick der aktuellen Trendverhältnisse zu erhalten. Es lassen sich mit GDs interessante Handelssysteme erstellen, die selbständig Kauf- und Verkaufssignale generieren. Die Berechnung ist sehr einfach durchzuführen. Die meisten Chartprogramme haben GDs als Standardindikatoren integriert. Nachteile entstehen vor allem dadurch, dass die GDs auf historische Preise berechnet werden und somit nur hinterher laufen. Sie funktionieren gut bei starken Trendmärkten bzw. Trendphasen, erzielen aber schlechte Ergebnisse in Seitwärtsphasen.

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